Devisen

Dollar geht auf Erholungskurs

Die verschobene Zinswende hat ihr Gutes, jedenfalls für den US-Dollar. Nach Janet Yellens Ankündigung, am Niedrigzins festzuhalten, erholte sich die US-Währung überraschend schnell – auch wegen der Schwäche der anderen.
Nach der verschobenen Zinswende der Fed kletterte der Dollar auf ein Drei-Wochen-Hoch am Freitag. Quelle: AFP
Erholung

Nach der verschobenen Zinswende der Fed kletterte der Dollar auf ein Drei-Wochen-Hoch am Freitag.

(Foto: AFP)

FrankfurtDie US-Währung macht Boden gut: Der Euro fiel zu Wochenbeginn auf 1,1250 Dollar. Nach der verschobenen Zinswende in den USA war er am Freitag bis auf ein Drei-Wochen-Hoch von 1,1459 Dollar geklettert. Auch zur japanischen Landeswährung ging der Greenback auf Erholungskurs und lag in der Spitze bei 120,57 Yen nach 119,98 Yen im Schlussgeschäft vom Freitag.

Trotz vorerst ultra-niedriger Zinsen in den USA blieben die Argumente bestehen, die für den Dollar sprächen, schrieb Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann in einem Kommentar. So werde die US-Notenbank Fed früher oder später den Leitzins erhöhen. „Das können wir von vielen anderen Zentralbanken nicht sagen. Insbesondere Bank of Japan und EZB werden auf absehbare Zeit eher noch expansiver.“

Einige Anleger setzen laut Händlern bereits darauf, dass die EZB ihr bis September 2016 laufendes Anleihekaufprogramm erweitern wird. Zuletzt hatte EZB-Chefvolkswirt Peter Praet am Wochenende den Willen der Zentralbank bekräftigt, das Programm notfalls zu erhöhen. Es sei flexibel und könne bei Bedarf angepasst werden, sagte Praet im Interview mit der „Neue Zürcher Zeitung“.

Was Sie über den Devisenhandel wissen müssen
Frankfurter Skyline im Sonnenuntergang
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Weltweiter Riese

Der Devisenmarkt ist der liquideste Markt der Welt. Währungen werden an diesem Foreign Exchange (FX) direkt oder indirekt zwischen den einzelnen Marktteilnehmern gehandelt.

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Wer handelt da?

Dominiert wird der Devisenmarkt von großen, institutionellen Investoren wie Banken, Hedge- oder Investmentfonds. Wichtig sind insbesondere die Zentralbanken, die über Devisenkäufen oder –verkäufe ihre Währungen zu stützen. Vor allem bei asiatischen Zentralbanken sind diese sogenannten Devisenmarktinterventionen üblich. Privatanleger können allerdings auch am Währungsmarkt aktiv werden, wie etwa die Causa Uli Hoeneß gezeigt hat.

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Wie Privatanleger in den Handel einsteigen

Für den direkten Handel am Devisenmarkt wird ein Depot bei einem entsprechenden Broker benötigt. Immer mehr Online-Broker bieten solche Depots an, Anleger müssen genau hinschauen, um seriöse Angebote herauszufiltern. Verbreiteter ist der indirekte Handel über Derivate. Hier bestehen verschiedene Möglichkeiten.

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Mit welchen Derivaten gehandelt werden kann

Wer die einzelnen Währungspaare nicht direkt kaufen oder verkaufen will, muss auf Derivate ausweichen. Das geht beispielsweise mit Hilfe von Devisenoptionen, also strukturierten Produkten. Mit ihnen erwirbt der Anleger das Recht, eine bestimmte Währung zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Wert zu kaufen oder zu verkaufen. Er ist allerdings nicht dazu gezwungen. Eine Kaufoption wird als Call bezeichnet, bei einer Verkaufsoption handelt es sich um einen Put. Grundsätzlich handelt es sich dabei um Wetten auf eine bestimmte Kursentwicklung.

huGO-BildID: 2607278 Foreign exchange office employee Mari Marquez clerk updates their exchange rates between the peso and the U.S. dollar in Mexico
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Was sind Margins?

Eine Margin fordern Banken von ihren Kunden, wenn diese Devisen handeln wollen. Es handelt sich dabei also um Geld, welches zur Absicherung der Geschäfte bei der Bank hinterlegt werden muss. Privatkunden müssen mit Margins von etwa 0,5 bis 2,5 Prozent rechnen. Wer also mit 100.000 Euro Währungen handeln will, muss bei einem Satz von einem Prozent 1000 Euro bei der Depotbank hinterlegen.

Mehrheit fuer Neuregelung der Maklergebuehren in Sicht
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Welche Risiken bestehen?

Wie der Fall Hoeneß gezeigt hat, lassen sich mit Währungsgeschäften zwar sehr schnell viele Millionen erwirtschaften, die Gewinne können sich aber auch genauso schnell wieder in Luft auflösen. Denn oft reichen kleine Kursbewegungen aus, um das Verhältnis zwischen Gewinnen und Verlusten im eigenen Depot zu kippen. Und gerade der Devisenmarkt ist ständig in Bewegung.

Länderfinanzausgleich
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Warum ist der Markt so volatil?

Die starken Schwankungen am Devisenmarkt resultieren aus den zahlreichen Einflussfaktoren, die darauf einwirken. Nicht nur die Zinsen und geldpolitische Entscheidungen können den Wechselkurs beeinflussen, auch politische Ereignisse wie Kriege, die Inflationsrate oder Naturkatastrophen können Währungskurse bewegen.

  • rtr
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