Devisen
Dollar geht in den freien Fall über

Wachsende Befürchtungen über eine Rezession in den USA haben den Dollar am Donnerstag weiter unter Druck gebracht. Erstmals seit zwölf Jahren wurden für die US-Währung weniger als 100 Yen gezahlt. Gegenüber Euro und Schweizer Franken markierte der Dollar neue Rekordtiefs.

FRANKFURT. „Die Stimmung gegenüber dem Dollar verschlechtert sich sehr schnell. Wenn wir nicht vorsichtig sind, droht ein Dollar-Crash“, sagte Mitul Kotecha, der leitende Devisenanalyst bei der Investmentbank Calyon. Seit die US-Hypothekenkrise im Sommer 2007 zu eskalieren begann, hat der Dollar rund 19 Prozent zum Yen abgewertet. Die japanische Währung profitierte dabei vom wachsenden Risikobewusstsein am Kapitalmarkt: Immer mehr Anleger steigen aus Zinsspekulationsgeschäften zulasten von Niedrigzinswährungen aus. Dieser Trend stützte auch den Schweizer Franken, der sich gestern der Kursparität zum Dollar näherte. Zeitweise war der Dollar schon für 1,0045 Franken zu haben. Der Euro kletterte erstmals über 1,56 Dollar, nachdem er erst am Vortag die Marke von 1,55 überwunden hatte.

Der Wertverfall des Greenback dürfte die Zentralbanken im Nahen Osten dazu veranlassen, ihre Dollar-Reserven zu reduzieren, warnt die Bank ABN Amro. Das würde das Dollar-Angebot am Devisenmarkt erhöhen und die Talfahrt der Währung beschleunigen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%