Devisen
Dollar macht Boden gut

Nach den sehr ernüchternden US-Arbeitsmarktdaten hoffen die Anleger, dass die Notenbank Fed ihre milliardenschweren Anleihekäufe zurückfährt – das beflügelt nun den Dollar. Der Euro bewegt sich kaum.
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FrankfurtDie Aussicht auf eine Normalisierung der US-Geldpolitik hat dem Dollar am Montag Auftrieb gegeben. Zur japanischen Landeswährung stieg der Greenback in der Spitze auf 102,64 Yen, den höchsten Stand seit Ende Januar. Anleger gingen davon aus, dass die US-Notenbank Fed trotz der zuletzt enttäuschenden Arbeitsmarktdaten die milliardenschweren Anleihenkäufe weiter zurückfahren wird. Die Zentralbank will das Volumen der monatlichen Anleihenkäufe von derzeit 65 Milliarden Dollar noch 2014 auf null reduzieren. Der genaue Blick in die wirtschaftlichen Daten zeige, dass die USA auf dem Weg eine nachhaltigen Konjunkturerholung seien und die Normalisierung der Geldpolitik locker wegstecken dürften, sagte Evans Lucas, Marktstratege bei IG in Melbourne.

Der Euro hat am Montag weiterhin mehr als 1,36 Dollar gekostet. Am Morgen notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,3625 US-Dollar. Sie war damit in etwa so viel wert wie am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag einen halben Cent tiefer auf 1,3574 (Donnerstag: 1,3495) Dollar festgesetzt.

Deutliche Unterstützung erhielt der Euro zuletzt von der Geldpolitik. So deuten jüngste Äußerungen von EZB-Chef Mario Draghi laut Analysten nicht so stark auf eine geldpolitische Lockerung hin, wie dies einige Marktteilnehmer angesichts der schwachen Inflation erwartet hatten. Zudem profitierte der Euro von durchwachsenen Arbeitsmarktzahlen aus den USA, weil dies die Frage aufwirft, ob die Notenbank Fed ihre Konjunkturspritzen weiter drosseln wird.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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