Devisen
Dollar macht deutlich Boden gut

Positiv aufgenommene Arbeitsmarktdaten haben dem Dollar zum Wochenschluss den Rücken gestärkt. Der Kurs des Euros gegenüber der US-Währung fiel in der Spitze auf 1,4033 Dollar.

HB FRANKFURT. Ermutigende Zeichen vom US-Arbeitsmarkt haben dem Dollar zum Wochenausklang etwas Rückenwind gegeben. Zwei Tage nachdem die US-Notenbank weitere 600 Milliarden Dollar zur Ankurbelung der lahmenden Wirtschaft locker gemacht hat, stellte sich heraus, dass in der weltgrößten Volkswirtschaft im Oktober deutlich mehr neue Jobs geschaffen wurden als erwartet. In Reaktion zogen Dollar und Aktien an, Rentenpapiere gerieten unter Druck.

„Nach der Fed-Geldspritze können gute Konjunkturdaten ihre volle Wirkung entfalten; eine Straffung der Geldpolitik kann ja in den USA zunächst ausgeschlossen werden“, sagte Rentenstratege Kornelius Purps von Unicredit. Der Euro fiel bis auf 1,4033 Dollar und notierte damit zwei US-Cent niedriger als im frühen asiatischen Geschäft. Der Bund-Future drehte ins Minus und gab bis zu 48 Ticks auf 129,95 Zähler nach. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte in der Spitze mit 2,453 Prozent.

Die Zahl der Beschäftigten in den USA war im Oktober außerhalb der Landwirtschaft um 151.000 gestiegen. Erwartet worden war lediglich ein Zuwachs von 60.000 Stellen. Zudem wurden die Statistiken sowohl für den September als auch den August nach oben revidiert. „Das nimmt zumindest erst einmal die Angst, dass die Arbeitslosenquote weiter durch die Decke geht, auch wenn wir natürlich noch meilenweit von einer Vollbeschäftigung entfernt sind“, sagte Volkswirt Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus.

Neben den Nachrichten aus den USA interessierten sich Investoren wieder verstärkt für die Haushaltslage der Europäer. Vor allem die finanziell klammen Euroländer rückten erneut in den Fokus. Die von Investoren geforderten Risikoaufschläge für Anleihen aus diesen Staaten zogen spürbar an. So stiegen die Spreads für zehnjährige irische Anleihen zur vergleichbaren Bundesanleihe um acht Basispunkte auf ein Rekordhoch von 550 Basispunkten. Die Aufschläge für griechische Papiere kletterten um 17 auf 922 Basispunkte; das höchste seit Ende September. Auch für spanische und italienische Anleihen forderten Investoren höhere Prämien.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%