Devisen Dollar und Bundesbank treiben Yuan auf Zwei-Jahres-Hoch

Chinas Währung profitiert am Montag nicht nur vom schwachen Dollar. Auch die Ankündigung der Bundesbank, einen Teil ihrer Devisenreserven in Yuan anzulegen, lässt den Yuan-Kurs weiter steigen. Ein Trend, der anhalten dürfte.
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Die chinesische Währung ist nicht frei handelbar. Quelle: Reuters
Yuan Note

Die chinesische Währung ist nicht frei handelbar.

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FrankfurtDie allgemeine Schwäche des Dollar gibt dem Yuan erneut Auftrieb. Da eine Trendwende nicht in Sicht sei, müsse mit einer weiteren Aufwertung der chinesischen Währung gerechnet werden, sagte Stephen Innes, Chef-Händler für den asiatisch-pazifischen Raum beim Brokerhaus Oanda.

Zusätzlichen Schub erhielt der Yuan am Montag von der Entscheidung der Bundesbank, einen Teil ihrer Devisenreserven in der chinesischen Währung anzulegen. Dadurch fiel der Kurs des Dollars um bis zu 0,8 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Tief von 6,4138 Yuan.

Die Bundesbank hat ihre angekündigte Investition in chinesische Renminbi aber noch nicht umgesetzt. Dies werde erst nach Abschluss organisatorischer und technischer Vorbereitungen geschehen, sagte eine Sprecherin am Montag in Frankfurt. Die Bundesbank habe die Entscheidung für eine Investition in die chinesische Landeswährung im vergangenen Sommer getroffen.

Bundesbank-Führungsmitglied Andreas Dombret gab die Entscheidung zugunsten der chinesischen Führung bei einem Finanzforum in Hongkong bekannt. Die Europäische Zentralbank (EZB) schichtete im vergangenen Juni Devisenreserven im Volumen von 500 Millionen Euro in Yuan um, um der gewachsenen wirtschaftlichen Bedeutung Chinas Rechnung zu tragen.

Chinas Landeswährung ist seit 2016 neben Dollar, Euro, Yen und dem britischen Pfund offiziell die fünfte Weltwährung. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte den auch als Yuan bekannten Renminbi in den sogenannten Währungskorb aufgenommen. Für China war dies ein Meilenstein im Bemühen um die Anerkennung des Landes als globale Wirtschaftsmacht. Die Europäische Zentralbank (EZB) schichtete im ersten Halbjahr 2017 Devisenreserven im Volumen von 500 Millionen Euro in Renminbi um, um der gewachsenen wirtschaftlichen Bedeutung Chinas Rechnung zu tragen.

Die chinesische Währung ist nicht frei handelbar, sondern darf einen von der Notenbank täglich vorgegebenen Kurs nur in einer bestimmten Spanne über- oder unterschreiten.

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