Devisen
Einigung im US-Kongress belastet den Euro

Die grundsätzliche Einigung von Demokraten und Republikaner im US-Kongress aus das milliardenschwere Rettungspaket für die angeschlagene US-Finanzbranche, hat den Euro im späten Handel stark belastet. Zuletzt kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,4602 Dollar. Der Ölpreis profitierte von der Einigung.

HB NEW YORK. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag noch auf 1,4700 (Mittwoch: 1,4690) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,6803 (0,6807) Euro.

Der Ölpreis hat am Donnerstag an der New Yorker Rohstoffbörse (Nymex) angezogen. Marktbeobachter machten auch dafür in erster Linie das Vorankommen des Rettungspakets von US-Regierung und US-Notenbank für den Finanzsektor verantwortlich. Der Preis für ein Barrel des führenden November-Kontrakts der Sorte Light, Sweet Crude stieg zum Settlement um 2,2% oder 2,29 Dollar auf 108,02 Dollar.

Mit der Einigung sei am Markt die Annahme verbunden worden, dass die Nachfrage nach Öl in den USA nicht weiter zurückgehen wird, sagten Händler. Befürchtungen über einen Konjunktureinbruch und steigende Arbeitslosigkeit seien mit dem Plan gedämpft worden, hieß es weiter. „Der Aktienmarkt hat heute einen großen Satz gemacht; ich glaube, der Ölpreis ist der Entwicklung einfach gefolgt“, sagte Matt Zeman, Händler in leitender Funktion bei LaSalle Futures in Chicago. „Es war eine extrem ruhige Sitzung“, sagte Händler Tony Rosado von GA Global Markets. Letztlich habe der anziehende Dollar den Preisanstieg beim Öl gedeckelt, hieß es weiter.

Am Abend wurde bekannt, dass sich die beiden großen Parteien in den USA grundsätzlich auf ein Maßnahmenpaket zur Überwindung der Finanzkrise verständigt haben. Das gab der demokratische Senator und Vorsitzende des Bankenausschusses Christopher Dodd am Donnerstag vor Journalisten in Washington bekannt.

Alan Lancz, Direktor bei dem Research-Unternehmen LanczGlobal, zufolge könnte die Einigung über das Hilfspaket zu einer Entspannung an den Kreditmärkten führen. Banken und Investoren dürfte es jetzt leichter fallen, an Hypotheken gebundene Vermögensgegenstände am Markt zu platzieren.

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