Devisen
Enttäuschende US-Daten treiben Euro auf Jahreshoch

dpa-afx FRANKFURT. Enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten haben den Kurs des Euro am Freitag auf ein neues Jahreshoch getrieben. Die Gemeinschaftswährung kletterte in der Spitze auf 1,2 764 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit dem 12. Mai 2005. Am späten Nachmittag kostete ein Euro 1,2 745 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2 688 (Donnerstag: 1,2 592) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7 881 (0,7 942) Euro.

"Der geringe Stellenzuwachs hat den Ausschlag gegeben", sagte Devisenhändler James Round von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP). Die US-Wirtschaft schuf im April bei deutlichen Lohnzuwächsen weniger neue Stellen als erwartet. Die Arbeitslosenquote blieb mit 4,7 Prozent gleichzeitig stabil. Nach Angaben des Arbeitsministeriums erhöhte sich die Beschäftigtenzahl um 138 000 zum Vormonat. Ökonomen hatten im Schnitt rund 200 000 neue Jobs erwartet.

Die Arbeitsmarktdaten dürften die US-Notenbank nach Einschätzung der Postbank trotz des schwächeren Beschäftigungszuwachses aber nicht von einer weiteren Zinserhöhung auf der Sitzung in der kommenden Woche abhalten. Grund sei der unerwartet kräftige Anstieg der durchschnittlichen Stundenlöhne zum Vormonat um 0,5 Prozent. Die Aufwärtsrisiken für die Inflation "liegen klar auf der Hand", sagte Postbank-Expertin Fabienne Riefer. Der kräftige Anstieg der Stundenlöhne zeige, dass noch nicht von einer Abschwächung des Arbeitsmarktes auszugehen sei.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6 868 (0,6 840) britische Pfund, 144,51 (143,62) japanische Yen und 1,5 615 (1,5 616) Schweizer Franken fest. Der Höhenflug des Goldpreises setzte sich fort. Die Feinunze Gold wurde in London mit 678,00 (673,50) Dollar festgesetzt.

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