Devisen
EU-Referendum der Iren lastet auf dem Euro

Der Euro hat am Donnerstag angesichts des EU-Referendums in Irland um 0,9 Prozent zum US-Dollar nachgegeben. Ein Euro kostete am Nachmittag 1,5409 US-Dollar. Druck auf die europäische Gemeinschaftswährung brachten Spekulationen, die Iren könnten den EU-Reformvertrag ablehnen.

HB FRANKFURT. Ein „Nein“ würde das Aus für den Vertrag von Lissabon bedeuten, den sämtliche 27 EU-Mitgliedstaaten absegnen müssen. Schub erhielt der US-Dollar indes von der Konjunkturseite. In den USA waren die Einzelhandelsumsätze im Mai um ein Prozent gestiegen, doppelt so stark wie erwartet. Händler gehen davon, dass die US-Notenbank Fed im August den Leitzins von derzeit zwei Prozent mindestens 0,25 Prozentpunkte heraufsetzten wird.

Südafrika hob den Leitzins indes gestern von 11,5 auf zwölf Prozent an. Die Zinserhöhung war aber schwächer als erwartet. Der Rand gab Gewinne von bis zu 1,9 Prozent zum Euro komplett wieder ab und lag bei 12,4728 je Euro am Nachmittag auf dem Vortagesniveau.

Stärkster Verlierer im Korb der wichtigsten Devisen war der australische Dollar. Zum Euro verlor der „Aussie“ 0,4 Prozent auf 1,6493 je Euro. Angesichts eines überraschenden Beschäftigungsrückgangs im Mai sanken die Erwartungen für weitere Zinserhöhungen. Australien hat die Leitzinsen in diesem Jahr 0,5 Prozentpunkte auf 7,25 Prozent erhöht.

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