Devisen
Euro als sicherer Hafen gesucht

Der Euro hat am Dienstag spürbar zugelegt. Nach den Turbulenzen in China werden die Gemeinschaftswährung, der Franken und der Yen als sichere Häfen gesucht. Wirtschaftsdaten geben den Ton an den Märkten an.
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FrankfurtDer Euro ist am Dienstag den zweiten Tag in Folge zum Dollar gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung notierte bei 1,1274 Dollar 0,6 Prozent höher.

Euro, Schweizer Franken und japanischer Yen waren als sichere Häfen gesucht, nachdem chinesische Aktien den größten Kurseinbruch seit einer Woche verzeichneten. Chinas offizieller Einkaufsmanagerindex für die Industrie ist im August auf 49,7, den niedrigsten Stand seit drei Jahren gefallen. Ein Wert unter 50 deutet auf eine Kontraktion. Damit trübt sich die Aussicht auf die erste Zinserhöhung der Federal Reserve seit 2006 ein, was den Dollar belastete.

„Es ist ein weiterer Tag, an dem Anleger Risiken scheuen wegen neuer Bedenken über eine Wachstumsabschwächung in Asien”, sagte Lee Hardman, Devisenstratege bei Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ Ltd. in London. Die Volatilität am Finanzmarkt bleibe kurzfristig erhöht, was vorübergehend Yen und Euro begünstigen werde.

Der Schweizer Franken war zum Euro bei 1,08412 Franken wenig verändert und stieg zum Dollar um 0,7 Prozent auf 96,08 Rappen. Der Yen zog zum Euro um 0,7 Prozent auf 134,97 Yen an und kletterte zum Dollar um 1,3 Prozent auf 119,64 Yen.

Am Dienstag geben Wirtschaftsdaten den Ton an. In allen wichtigen Regionen werden Umfragen in Unternehmen wie die Einkaufsmanagerindizes veröffentlicht. In China, das unter Börsenturbulenzen und einer Wirtschaftsschwäche leidet, deuteten die bereits veröffentlichten Zahlen auf eine konjunkturelle Abkühlung hin.

In Europa dürfte die Stimmung dagegen gut bleiben. Besondere Aufmerksamkeit kommt der Umfrage aus den USA zu, weil sie mit darüber entscheiden dürfte, ob die Notenbank Fed noch in diesem Monat ihre lang erwartete Zinswende einleitet.

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Bloomberg / Nachrichtenagentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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