Devisen
Euro-Anleger hoffen auf rasche Spanien-Lösung

Spekulationen auf eine rasche Lösung der spanischen Bankenkrise haben den Euro am Donnerstag in Reichweite der 1,26-Dollar-Marke geschoben.
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FrankfurtDie Gemeinschaftswährung notierte in der Spitze bei 1,2585 Dollar und damit leicht über ihrem New Yorker Vortagesschluss von 1,2579 Dollar. Investoren setzten darauf, dass die spanischen Banken ihre Probleme mit Unterstützung der EU schnell in den Griff bekommen könnten.

Spanien will unbedingt vermeiden, dass es durch seine Bitte als Schuldensünder gebrandmarkt und mit den Hilfeempfängern Griechenland, Irland und Portugal in einen Topf geworfen wird. Das hoch verschuldete Land könnte aber unter einen - im Rahmenvertrag für den aktuellen Euro-Notfonds EFSF vorgesehenen - „kleinen“ Rettungsschirm schlüpfen und nur Geld zur Rekapitalisierung seiner Banken in Anspruch nehmen. Die Hoffnungen auf eine baldige Lösung seien gestiegen, hieß es in
einem Kommentar der Royal Bank of Canada.

Am Rentenmarkt war Spanien ebenfalls das Thema Nummer eins: Das Land will am Vormittag über eine Bond-Auktion bis zu zwei Milliarden Euro einsammeln. Die Emission gilt als Härtetest, da Finanzminister Cristobal Montoro am Dienstag gesagt hatte, die Märkte seien zu den derzeitigen Finanzierungskosten de facto für Spanien nicht mehr zugänglich. Die Rendite zehnjähriger spanischer Anleihen am Sekundärmarkt lag am Donnerstag bei 6,258 Prozent (Vortag: 6,301 Prozent). Zehnjährige Bundesanleihen wurden nahezu unverändert mit 1,3 Prozent verzinst.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Devisen: Euro-Anleger hoffen auf rasche Spanien-Lösung"

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  • Spiegel online schreibt:

    „Ahnungslos in die Euro-Dämmerung"

    Die meisten Bürger ahnen es noch nicht, doch das Endspiel um den Euro hat begonnen: Entweder Europas Regierungen schaffen noch schnell eine politische Union oder die Währungsgemeinschaft zerbricht. Egal, für welchen Weg sie sich entscheiden - für eine billige Lösung ist es wahrscheinlich längst zu spät.“

    Hier nachzulesen:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/wolfgang-muenchau-die-euro-zone-steht-vor-dem-zusammenbruch-a-837214.html

  • Der Terminus "politisches Projekt" ist das Unwort des Jahrhundert. Es ist vergleichbar mit dem "Aufbau des Sozialismus" im Osten und wird die gleichen Landschaften hinterlassen.
    Was ist in die CDU und FDP gefahren, daß sie das mit Verve vorantreiben?

  • @Kritiker01
    Sie haben mit allem Recht, aber das Ende des Projekts der "Vereinigten Staaten von Europa" ist eine gute Sache.

    Dieses totalitäre und freiheitsraubende Projekt der Politik- und Geld-Eliten Europas gehört eingestampft.

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