Devisen
Euro auf aufsteigendem Ast

Nach fünf Tagen mit Verlusten befindet sich der Euro am Mittwoch erstmals wieder im Aufwind. Spekulationen über Maßnahmen der EZB sorgen außerdem für Verunsicherung an den Märkten.
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Der Euro hat am Mittwoch zum Dollar nach fünf Tagen mit Verlusten erstmals wieder zugelegt. Bei 1,3715 Dollar notierte die Gemeinschaftswährung um 0,1 Prozent fester. In Deutschland stiegen die Verbraucherpreise im April um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die am Mittwoch veröffentlichten Daten bestätigten damit die vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts.

Spekulationen über mögliche weitere Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) sorgten für Verunsicherung am Markt. EZB-Direktoriumsmitglied Peter Praet hatte erklärt, dass die Notenbank weitere geldpolitische Maßnahmen prüfe. „Wir bereiten eine Reihe von Dingen vor. Wir könnten den Banken erneut für einen längeren Zeitraum Geld leihen, möglicherweise gegen Auflagen. Wir könnten die Zinsen noch einmal senken. Auch eine Kombination mehrerer geldpolitischer Instrumente ist denkbar”, sagte EZB-Chefvolkswirt Praet im Interview mit der Zeitung „Die Zeit“.

Das britische Pfund gab anfängliche Gewinne zum Euro wieder ab, nachdem es zeitweise bis auf den höchsten Stand seit dem 9. Januar 2013 geklettert war. Belastend wirkte sich aus, dass die Arbeitslosenzahlen für April etwas schwächer als erwartet ausgefallen waren. Zudem signalisierte Zentralbankchef Mark Carney bei der Vorstellung des Inflationsberichtes der Bank of England, dass die Notenbank bereit ist, bis nächstes Jahr mit einer Zinserhöhung zu warten. Die britische Währung notierte bei 81,70 Pence je Euro 0,3 Prozent schwächer. Zum Dollar verlor das Pfund 0,2 Prozent auf 1,6787 Dollar.

Der Franken war zum Euro kaum verändert bei 1,2198. Zum Dollar rückte der Franken 0,1 Prozent vor auf 88,94 Rappen je Dollar. Der Yen notierte zum Euro 0,4 Prozent fester bei 139,64 Yen je Euro. In Relation zum Dollar rückte der Yen 0,4 Prozent vor und notierte zuletzt bei 101,83 Yen je Dollar.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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