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Euro auf dem höchsten Stand seit Februar

Der Eurokurs hat seine starke Gewinnserie der vergangenen fortgesetzt. Am Donnerstagmittag stieg die Währung auf den höchsten Stand seit Februar. Im Nachmittagshandel fiel der Euro allerdings wieder etwas zurück.
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Die europäische Gemeinschaftswährung sank nach einem Plus von 0,4 Prozent wieder um 0,2 Prozent Quelle: dpa
Sinkflug nach kurzem Aufwind

Die europäische Gemeinschaftswährung sank nach einem Plus von 0,4 Prozent wieder um 0,2 Prozent

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Eurokurs hat seine starke Gewinnserie der vergangenen Tage am Donnerstag fortgesetzt. Am Vormittag stieg die Gemeinschaftswährung über 1,14 US-Dollar und erreichte gegen Mittag bei 1,1445 Dollar den höchsten Stand seit Februar. Im Nachmittagshandel fiel der Euro allerdings wieder etwas auf 1,1403 Dollar zurück. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1419 (Mittwoch: 1,1221) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8757 (0,8912) Euro.

Nach Einschätzung von Händlern belasten weiterhin enttäuschende US-Konjunkturdaten die amerikanische Währung und sorgen im Gegenzug für Auftrieb beim Euro. Nach einem mageren ersten Quartal gibt es am Markt die Sorge, dass die Konjunkturflaute in den USA auch im zweiten Quartal andauern und die erste Zinserhöhung in den USA in weite Ferne rücken könnte.

Damit zahlt die Welt
Platz 10: Singapur Dollar
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Das asiatische Land gilt als einer der begehrtesten Finanzstandorte der Welt. Wenig Regulierung, viele Banken und die geografische Nähe zu China locken zahlreiche Investoren. Im Dezember 2014 wurden laut „Swift Watch“ 0,9 Prozent des globalen Zahlungsverkehrs in Singapur Dollar abgewickelt.

Platz 9: Hongkong Dollar
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Auf Hongkong treffen fast die gleichen Eigenschaften wie auf Singapur zu. Dementsprechend oft wurde mit der asiatischen Währung bezahlt. In Hongkong-Dollar wurden 1,3 Prozent des weltweiten Zahlungsverkehrs abgewickelt. Im Vorjahreszeitraum waren es etwa ein Prozent.

Platz 8: Schweizer Franken
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Die Schweizer Währung hat nach der Loslösung vom Euro-Kurs an Attraktivität verloren. Der Schweizer Franken wertete im Anschluss dramatisch auf. Im Dezember landete die Währung hinsichtlich des Zahlungsverkehrs mit 1,4 Prozent auf dem achten Platz. Ein Jahr zuvor wurden noch 1,8 Prozent der weltweiten Bezahlungen in Schweizer Franken abgewickelt, womit die Währung auf den sechsten Platz landete.

Platz 7: Australischer Dollar
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Australien hat eine funktionierende Wirtschaft. Zu verdanken hat das Land das vor allem dem nachhaltig starken Wachstum vieler asiatischer Länder. China gehört zu den Hauptgeschäftspartnern von Australien. Solange die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wächst, wächst auch Australiens Wirtschaft. Kein Wunder also, dass 1,8 Prozent der Bezahlungen auf diesem Planeten in Australischen Dollar getätigt werden.

Platz 6: Kanadischer Dollar
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Kanada zählt zu den größten Volkswirtschaften der Welt. Der Nachbarstaat der USA mischt daher auch im Bereich des Zahlungsverkehrs bei den Größten mit. 1,9 Prozent aller Zahlungen auf dieser Welt wurden mit Kanadischen Dollar realisiert.

Platz 5: Yuan
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Den größten Sprung im Dezember 2014 machte der chinesische Yuan. Von Platz 13 im Januar 2013 nahmen die Zahlungen so stark zu, dass der Yuan im Dezember 2014 auf den fünften Platz vorrückte. 2,2 Prozent der weltweiten Zahlungen wurden in Yuan abgewickelt.

Platz 4: Yen
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Noch gehört Japan zu den stärksten Volkswirtschaften der Welt. Doch die jahrzehntelange Deflation macht dem Land zu schaffen. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe versucht mit einer aggressiv expansiven Geldpolitik dies zu ändern. Allerdings sind die Erfolge allenfalls kurzfristiger Natur. Der japanische Yen war nichtsdestotrotz eines der beliebtesten Zahlungsmittel im Dezember 2014. 2,7 Prozent der Zahlungen wurden mit Yen-Banknoten getätigt.

Devisenexperte Todd Elmer von der Citigroup sagte am Donnerstag, mit der Aussicht auf eine späte Zinswende verliere der Dollar „einen der kräftigsten Antriebsmotoren“.

Experte Peter Kinsella von der Commerzbank rechnet aber nicht mit einer dauerhaften Schwäche der amerikanischen Währung. „Es ist noch viel zu früh, um das Ende der Dollar-Stärke auszurufen“, schrieb er in einer Analyse.

Derweil hat der ehemalige EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark vor einer neuen Finanzkrise gewarnt. Der „Allgemeinen Zeitung“ in Mainz sagte Stark laut Vorabmeldung: „Das Fluten der Geldmärkte führt zwangsläufig zu Übertreibungen. An den Aktienmärkten, an den Immobilienmärkten, an den Anleihemärkten.“

Wenn es nun abrupte Korrekturen der Übertreibungen gebe, könne dies verheerende Konsequenzen haben. „Ein kleiner Funke genügt, um eine neue Krise zu entfachen.“

  • dpa
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