Devisen
Euro auf Talfahrt

Der Euro bleibt auf dem Niveau des Vorabends und kostet Freitagmorgen 1,2650 US-Dollar. In den USA wird der monatliche Arbeitsmarktbericht gespannt erwartet – er könnte die Zinswende bringen.
  • 0

FrankfurtStarke US-Arbeitsmarktdaten haben den Euro am Freitag auf Talfahrt geschickt. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel bis zum späten Nachmittag bis auf 1,2502 US-Dollar. Dies ist der niedrigste Stand seit August 2012. Vor dem Arbeitsmarktbericht hatte der Euro noch über einen Cent höher notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,2616 (Donnerstag: 1,2631) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7926 (0,7917) Euro.

Der deutlich besser als erwartet ausgefallene Arbeitsmarktbericht aus den USA hat den US-Dollar nicht nur zum Euro sondern zu allen wichtigen Währungen stark steigen lassen. Außerhalb der Landwirtschaft waren im September 248 000 Stellen neu geschaffen worden. Analysten hatten im Durchschnitt mit 215 000 neuen Jobs gerechnet. Der Stellenaufbau in den beiden Vormonaten war zudem um insgesamt 69.000 Stellen höher ausgefallen als zunächst errechnet.

Der Devisenmarkt reagierte heftig, da die US-Notenbank ihre Geldpolitik stark am Arbeitsmarkt ausrichtet. Die Daten heizten die Spekulationen auf eine Zinswende in den USA weiter an. Die Volkswirte der Berenberg Bank erwarten eine erste Zinsanhebung bereits im April. In der Eurozone lockerte hingegen die EZB mit ihren am Donnerstag verkündeten Wertpapierkäufen die Geldpolitik noch weiter. Zudem hatte sich die Stimmung im Dienstleistungssektor der Eurozone im September noch stärker als erwartet eingetrübt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,78525 (0,7824) britische Pfund, 137,46 (137,47) japanische Yen und 1,2089 (1,2085) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1195,00 (1211,75) Dollar gefixt. Der Goldpreis fiel damit erstmals seit Jahresbeginn unter die Marke von 1,200 Dollar.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Devisen: Euro auf Talfahrt"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%