Devisen
Euro auf tiefstem Stand seit zehn Tagen

Der Euro ist nach den starken Gewinnen nach der verschobenen Zinswende in den USA am Montag unter 1,12 US-Dollar gerutscht. Das ist der tiefste Stand seit zehn Tagen.

FrankfurtDer Euro hat am Montagnachmittag seine starken Gewinne nach der verschobenen Zinswende in den USA wieder mehr als eingebüßt. Die europäische Gemeinschaftswährung rutschte unter 1,12 US-Dollar und erreichte bei 1,1181 Dollar den tiefsten Stand seit zehn Tagen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1250 (Freitag: 1,1419) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8889 (0,8757) Euro.

Der Wahlsieg des Linksbündnisses Syriza bei den griechischen Parlamentswahlen vom Wochenende spielte laut Experten an den Finanzmärkten kaum eine Rolle. Stattdessen stehe die US-Zinspolitik weiter im Fokus. „Das einzige, worauf sich der Markt wirklich mit Sicherheit fokussieren kann, sind die Aussagen der US-Geldpolitiker“, sagt Eimear Daly, Währungsexperte bei der Londoner Bank Standard Chartered. Und dies heiße für den Euro: Es geht bergab.

Am Sonntag hatte der Präsident der Notenbank von San Francisco, John Williams, gegenüber dem US-Fernsehsender Fox News gesagt, dass die Entscheidung für eine Verschiebung der Zinswende knapp gewesen sei. Einige Anleger dürften sich dadurch in ihrer Auffassung bestätigt sehen, dass eine Zinswende noch in diesem Jahr zu erwarten ist. Nachdem vergangene Woche eine Zinsanhebung ausgeblieben war, waren die Zweifel daran zuletzt gewachsen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,72430 (0,72980) britische Pfund, 135,50 (136,31) japanische Yen und 1,0906 (1,0913) Schweizer Franken fest. Ein Kilogramm Gold kostete 31 830,00 (31 380,00) Euro. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1133,25 (1141,50) Dollar gefixt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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