Devisen
Euro bleibt in Fernost unter Druck

Unsicherheiten rund um Spanien und erste Hoffnungszeichen aus der US-Konjunktur setzen den Euro in Fernost unter Druck. Einige Analysten sagen der Gemeinschaftswährung keine erfreuliche Zukunft voraus.
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TokioDer Euro hat am Freitag in Fernost die Marke von 1,30 Dollar gehalten. Die europäische Gemeinschaftswährung blieb aber wegen der Unsicherheiten rund um Spanien und der Hoffnungszeichen aus der US-Konjunktur unter Druck. Sie notierte bei 1,3063 Dollar nach einem Drei-Wochen-Tief von 1,3035 am Tag davor.

Eine weitere Erholung des Arbeitsmarktes in der konsumenten-abhängigen größten Volkswirtschaft werde die Devise noch weiter belasten, sagten Händler vor der am Nachmittag erwarteten Job-Daten. „Ich bin pessimistisch für den Euro“, sagte Sumino Kamei, Währungsanalyst bei der Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ in Tokio. „Er wird weiter verlieren, bis unter 1,30 Dollar, weil es kein Ereignis gibt, das diese Entwicklung mitten in den Sorgen um Spanien stoppen könnte.“

Die viertgrößte Volkswirtschaft muss am Kreditmarkt derzeit Zinsen von knapp sechs Prozent bezahlen, um sich zu finanzieren. Die Belastung droht die Sanierung des öffentlichen Haushalts zu bremsen. In den USA wächst dagegen der Optimismus, was den Dollar stärkt. Die Wirtschaft dürfte nach Schätzung von Experten den vierten Monat in Folge mehr als 200.000 Arbeitsplätze aufgebaut haben. Das wäre die längste derartige Phase seit 1999.

Zum japanischen Yen notierte der Euro mit 107,56 Yen. Händler rechneten damit, dass der derzeitige Abwärtstrend erst bei 106 Yen halt macht. Zum Dollar lag die japanische Währung bei 82,28 Yen. Der Schweizer Franken notierte bei 0,9194 Franken je Dollar und bei etwa 1,2016 Franken je Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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