Devisen
Euro erreicht neues Zwölf-Monats-Hoch

In Erwartung einer Zinspause in den USA haben Anleger zum Wochenausklang den Euro favorisiert und die Gemeinschaftswährung über 1,29 Dollar gehievt.

HB FRANKFURT. Der Euro stieg bis auf 1,2907 Dollar und markierte damit wiederum ein Zwölf-Monats-Hoch.

„Die Dollarbären sind weiter auf dem Vormarsch und scheinen täglich neue Gründe für Dollarverkäufe zu erhalten“, kommentierte Commerzbank-Analystin Antje Praefcke. Zum Schweizer Franken markierte der Dollar mit 1,2068 ebenfalls den tiefsten Stand seit einem Jahr. Zum japanischen Yen fiel der Dollar bis auf 109,94 Yen und damit so tief wie seit September 2005 nicht mehr.

Händlern zufolge setzten immer mehr Marktteilnehmer auf eine Zinspause der US-Notenbank (Fed) auf ihrer nächsten Sitzung im Juni, nachdem zuletzt die US-Einzelhandelsumsätze weniger stark gestiegen waren als prognostiziert. „Einige wollen jetzt auch schlicht und einfach die 1,30 (Dollar) sehen und kaufen entsprechend“, sagte ein Händler. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag mit 1,2716 Dollar festgelegt.

Im Verlauf dürften die Veröffentlichung der US-Handelsbilanz und der Index zum Verbrauchervertrauen der Universität Michigan dem Euro weiter Rückenwind geben, schätzten Marktteilnehmer. Commerzbank-Analystin Praefcke zufolge könnte der Euro bis auf 1,2925 Dollar steigen.

Von Reuters befragte Volkswirte erwarten im Schnitt eine Ausweitung des Bilanzdefizits im März auf 67 (Februar: minus 65,74) Milliarden Dollar. „Das Hauptinteresse der Marktteilnehmer dürfte mithin vor allem dem bilateralen Minus der USA zu China gelten“, schrieben die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Im Februar hatte der Anteil Chinas am gesamten Handelsbilanzdefizit der USA knapp 30 Prozent betragen. In der Nacht auf Freitag veröffentlichte China einen überraschend hohen Handelsbilanzüberschuss für April.

Beim Verbrauchervertrauen der Universität Michigan gehen von Reuters befragte Analysten im Schnitt von einem leichten Rückgang im Mai auf 86,1 von 87,4 Punkten im April aus.

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