Devisen
Euro erreicht Rekordhoch zum Dollar

Der Euro ist am Dienstag erstmals seit Ende April über die Marke von 1,60 Dollar geklettert und hat zur US-Währung ein neues Rekordhoch erreicht. In der Spitze wurden 1,6038 Dollar für den Euro gezahlt – 0,8 Prozent mehr als am Vortag.

HB FRANKFURT. Analysten führen die Euro-Stärke vor allem auf die Schwäche des Dollar zurück. Angesichts zunehmender Konjunkturängste zu den USA befürchteten Anleger einen Wertverfall von Dollar-Vermögenswerten. „Der US-Häusermarkt und die Kreditklemme haben noch nicht die Talsohle erreicht“, sagt Takuma Kurosawa von HSBC Bank in Tokio. „Das bewegt die Investoren, Dollar-Vermögenswerte abzustoßen.“

Die Bank Barclays sieht den Dollar auf weitere Rekordtiefs zusteuern. Die Rettungsaktion für die beiden größten US-Hypothekenbanken werde das US-Haushaltsdefizit ausweiten und das Vertrauen der Anleger in die amerikanische Regierung beschädigen. UBS-Stratege Geoffrey Yu sieht den Euro auf kurze Sicht auf 1,61 bis 1,62 Dollar anziehen.

Zum Pfund Sterling rutschte der Dollar gestern auf den schwächsten Stand seit mehr als drei Monaten, zumal Inflationsdaten für Juni die stärkste Teuerungsrate in Großbritannien seit elf Jahren zeigten. Anleger spekulierten verstärkt auf Leitzinserhöhungen der Bank of England. Das Pfund stieg bis auf 2,0157 Dollar.

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