Devisen
Euro fällt auf tiefsten Stand seit über elf Jahren

Der Euro ist am Mittwoch auf den tiefsten Stand seit mehr als elf Jahren gefallen. Ein Euro kostet am Nachmittag nur noch 1,1065 Dollar. Das lag auch an starken Wirtschaftsdaten aus den USA.
  • 16

FrankfurtDer Eurokurs ist am Mittwoch auf den tiefsten Stand seit mehr als elf Jahren gefallen. Händler machten die günstigere Konjunktur in den USA für die Entwicklung verantwortlich. Am späten Nachmittag kostete ein Euro 1,1065 US-Dollar und damit einen ganzen Cent weniger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,1124 Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8990 Euro.

Die am Nachmittag veröffentlichten Wirtschaftsdaten aus den USA stützten den Dollar. So hat sich die Stimmung im Dienstleistungssektor im Februar überraschend aufgehellt. „Positiv hervorzuheben ist der deutliche Anstieg der Beschäftigungskomponente“, schrieb Ulrich Wortberg, Devisenexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Dieser Anstieg spreche für ein deutliches Stellenplus im Februar. Die US-Notenbank berücksichtigt bei ihrer Geldpolitik sehr stark den Arbeitsmarkt.

In der Eurozone enttäuschten die Daten aus dem Dienstleistungssektor hingegen. So hat sich hier die Stimmung laut einer zweiten Erhebung im Februar weniger stark verbessert als zunächst ermittelt. Zudem verfehlten die Zahlen aus Italien merklich die Erwartungen. Händler führten die Kurseinbußen zudem auf eine Entscheidung des EuGH zurück. Das Gericht der Europäischen Union erklärte eine Vorgabe der Europäischen Zentralbank (EZB) für nichtig, wonach die Abwicklung von großen Wertpapier-Geschäften in Euro auch im Euroraum stattfinden muss. Dies ist ein Erfolg für den Finanzplatz London.

EUR/USD SPOT

ISIN
EU0009652759
Börse
FX
+0,00+0,08%
+1,18€
Chart von EUR/USD SPOT

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7259 britische Pfund, 133,15 japanische Yen und 1,0694 Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1199,50 Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 34.250,00 Euro.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Devisen: Euro fällt auf tiefsten Stand seit über elf Jahren"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Draghi ist ein Scharlatan, dem das Wohlergehen der Deutschen total egal ist und Merkel und ihr Laienspieler Schäuble schauen nur zu, verkaufen unsere Bürger anstatt deren Interessen zu vertreten; pfui Teufel.

  • Alle, die bezweifeln, daß die Gelddruckorgieen der EZB und die künstlich nach unten manipulierten Zinsen zu Inflation und Geldentwertung führen, und die dabei auf relativ niedrigen Preisstegerungsraten verweisen, mögen einmal über folgenden Sachverhalt nachdenken:

    Angekommen ist die Inflation bei den Vermögenswerten. Angekommen ist sie damit aber auch bei der Altersversorgung. Jemand, der heute 30 Jahre alt ist und privat für sein Alter vorsorgen will, muß angesichts des EZB- Zinsraubs bzw. der in aberwitzige Höhen gestiegenen Anleihekurse sehr viel mehr Geld dafür ausgeben als noch vor ein paar Jahren. Wer für sein Alter vorsorgen will, bekommt die ganze Wucht der Inflation heute schon zu spüren.

  • Der Euroraum wird immer mehr zu einem Gefängnis.
    In der Schweiz kostet ein Wiener Schnitzel umgerechnet 50 Euro, in Norwegen kostet ein Schachtel Zigaretten 21 Euro, in Griechenland spukt man uns in Essen - tolle Sache der Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%