Devisen
Euro fällt auf tiefsten Stand seit zwei Wochen

Der Euro hat es zur Zeit schwer. Die Anzeichen für eine Wachstumsdelle in der Eurozone werden immer deutlicher. Dazu belasten Spekulationen auf eine EZB-Zinssenkung den Euro weiterhin.
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BerlinDie sich verdichtenden Anzeichen für eine Wachstumsdelle in der Eurozone und die Spekulation auf eine EZB-Zinssenkung haben den Euro am Freitag nach dem Kurrutsch des Vortages weiter gedrückt.

Die Gemeinschaftsdevise sank zum Dollar und zum Yen. So wurden im frühen Devisenhandel bis zu 1,3540 Dollar für den Euro bezahlt, was dem schwächsten Eurokurs seit dem 17. Oktober entsprach. Zuletzt wurde 1,3548 festgestellt, das war ein Minus zum Vortag von 0,3 Prozent. Zum Yen ergaben sich 132,73 Yen je Euro, ein Minus von 0,7 Prozent. Für den Dollar wurden 0,4 Prozent weniger Yen ermittelt bei 97,97 Yen je Dollar.

Die Kombination aus unerwartet nachlassendem Inflationsdruck und der rekordhohen Arbeitslosenquote in der Eurozone verstärkte die Spekulation auf eine neuerliche Zinssenkung der EZB, wie es im Handel hieß. „Plötzlich haben die niedrigeren Inflationsdaten die Möglichkeit einer Zinssenkung wieder aufleben lassen und der Euro wird verkauft“, stellte Chefökonom Etsuko Yamashita von der Sumitomo Mitsui Banking Corp. in New York fest. Um weiter zu fallen, müsse der EZB-Zinsschritt tatsächlich eintreffen, oder es müsste eine Flut sehr guter Daten aus den USA kommen, sagte er.

Neben der erneut gestiegenen Arbeitslosenquote in der Eurozone von rekordhohen 12,2 Prozent im September wurde insbesondere die annualisierte Inflationsrate der Eurozone für Oktober mit 0,7 Prozent nach 1,1 Prozent im September so niedrig wie zuletzt im November 2009 ermittelt. Erwartet worden war ein unveränderter Wert von 1,1 Prozent.

Der Schweizer Franken war zum Euro bei 1,2307 Franken 0,1 Prozent höher und zum Dollar ergaben sich 0,1 Prozent weniger bei 90,77 Rappen.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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