Devisen
Euro fällt nach Draghi-Rede

Spekulationen auf eine Ausweitung der lockeren EZB-Geldpolitik machen dem Euro zu schaffen. Die Gemeinschaftswährung fiel zum Wochenschluss zeitweise auf das Niveau von Mitte August.

FrankfurtSpekulationen auf eine Ausweitung der lockeren EZB-Geldpolitik machen dem Euro zu schaffen. Die Gemeinschaftswährung fiel zum Wochenschluss zeitweise auf 1,1072 Dollar zurück, das war der niedrigste Stand seit Mitte August. EZB-Chef Mario Draghi hatte am Donnerstag auf der Pressekonferenz der Zentralbank angekündigt, im Dezember zu prüfen, ob die Geldpolitik die Konjunktur ausreichend stimuliere.

Damit ist für viele Experten klar, dass die Notenbank bei der ohnehin schon auf über eine Billion Euro angelegten Geldschwemme zur Stützung der Konjunktur noch einmal nachlegen wird. Die Gemeinschaftswährung rauschte seit Donnerstag in der Spitze um rund zweieinhalb US-Cent in die Tiefe.

Neue Hinweise über den Zustand der Konjunktur in der Euro-Zone liefern am Vormittag die Einkaufsmanagerindizes für Oktober. Nach Einschätzung von Helaba-Analyst Ralf Umlauf wird auf breiter Front mit einer Abschwächung gerechnet, wobei sich der Dienstleistungssektor insgesamt besser schlagen sollte als die Industrie.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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