Devisen: Euro fällt nach EZB-Zinsentscheid

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Euro fällt nach EZB-Zinsentscheid

Die Zinssenkung der EZB und die anschließenden Äußerungen von Notenbankchef Jean-Claude Trichet haben den Euro am Donnerstag auf Berg- und Talfahrt geschickt.

HB FRANKFURT. Am späten Nachmittag notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,3050 Dollar, zwischenzeitlich war sie bis auf 1,3241 Dollar gestiegen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Mittag wie erwartet den Leitzins für die Euro-Zone um 50 Basispunkte auf zwei Prozent gesenkt. Am Markt verbreitete sich daraufhin die Erwartung, dass in Kürze weitere Zinssenkungen bevorstehen dürften. Daraufhin geriet der Euro unter Druck - bis Trichet auf der EZB-Pressekonferenz erklärte, dass im Februar kein „wichtiges Treffen“ der Notenbanker stattfinden dürfte. UniCredit-Analyst Kornelius Purps urteilte, damit habe Trichet „ziemlich eindeutig gesagt, dass es im Februar keine Zinssenkung geben wird“. „Der erste Impuls der Marktteilnehmer war daraufhin natürlich „Hurra!' zu schreien, und der Euro stieg“, erklärte Devisen-Analystin Dorothea Huttanus von der DZ Bank. „Doch dann kamen rasch wieder Zweifel auf, ob die EZB damit nicht zu zögerlich auf das negative Umfeld reagiert.“ Eine Zinssenkung dürfte damit ohnehin nur aufgeschoben sein, ergänzte sie. Der Euro gab schließlich wieder nach.

Den Referenzwert des Euro hatte die EZB am Mittag bei 1,3085 (1,3173) Dollar festgelegt. Im Referenzkursverfahren der Banken (EuroFX) notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,3184 (1,3229) Dollar.

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