Devisen
Euro fällt nach Fed-Beschlüssen

Der Kurs des Euro sinkt so stark wie seit Wochen nicht. Die Gemeinschaftswährung entfernt sich damit weiter von Marke von 1,38 Dollar. Das zeigt: Die EZB wird wohl erneut die Zinsen senken.
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FrankfurtAm Devisenmarkt hat der Euro am Donnerstag zum Dollar die stärksten Verluste seit neun Wochen verzeichnet. Der unerwartet nachlassende Inflationsdruck verstärkte die Spekulationen auf eine neuerliche Zinssenkung der EZB in der kommenden Woche, wie es im Handel hieß.

Der Greenback gewann zum Euro zuletzt 0,9 Prozent auf 1,3613 Dollar je Euro und damit so stark wie zuletzt am 29. August. Die Gemeinschaftswährung entfernte sich damit weiter von der noch zu Wochenbeginn verteidigten Marke von 1,38 Dollar.

“Die Inflationsdaten aus der Eurozone haben am Devisenmarkt alle überrascht”, stellte der Währungsstratege Vassili Serebriakov von der BNP Paribas SA in New York fest. Es handele sich um ein Signal, dass der EZB eine weitere Lockerung erlauben würde. Longpositionen im Euro seien daher am Markt offenbar verfrüht aufgebaut worden.

Neben der erneut gestiegenen Arbeitslosenquote in der Eurozone von rekordhohen 12,2 Prozent im September wurde insbesondere die annualisierte Inflationsrate der Eurozone für Oktober mit 0,7 Prozent nach 1,1 Prozent im September so niedrig wie zuletzt im November 2009 ermittelt. Erwartet wurde ein unveränderter Wert von 1,1 Prozent.

Der Schweizer Franken war zum Euro bei 1,2333 Franken 0,1 Prozent höher und zum Dollar ergaben sich 0,8 Prozent weniger bei 90,62 Rappen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Bloomberg / Nachrichtenagentur

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