Devisen
Euro fällt unter 1,23 Dollar

Die europäische Gemeinschaftswährung nähert sich einer Marke von 1,23 Dollar an. Die schlechten Arbeitsmarktdaten aus den USA treiben den Anlegern Sorgenfalten auf das Gesicht.
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FrankfurtDie Anleger haben sich am Freitag im späten europäischen Handel vermehrt vom Euro getrennt und wieder zunehmend Dollar zugekauft. Die Arbeitsmarktdaten aus den USA waren enttäuschend ausgefallen, was die Risikoneigung der Marktteilnehmer spürbar reduzierte und den sicheren Hafen des US-Dollar nachsuchen ließ. Die Gemeinschaftsdevise fiel kurzzeitig unter die Marke von 1,23 Dollar an.

“Diese Arbeitsmarktdaten werden die leichte Risikoneigung, die am Markt zuletzt spürbar war, weiter begrenzen”, sagte Carl Forcheski von der Société Générale in New York. Es sei nun die Frage, ob diese Entwicklung die Notenbank zu weiteren quantitativen Lockerungen bewegen kann. Mit lediglich 80.000 neuen Stellen war das Stellenwachstum in den USA im Juni unter den prognostizierten 100.000 geblieben. Die Arbeitslosenquote blieb zum Mai unverändert.

Zuletzt wurde für die europäische Devise 1,2302 Dollar ermittelt, was einem Minus zum Vortag von 0,7 Prozent entsprach. Auf Wochenbasis läuft der Euro damit auf den stärksten Verlust seit rund sechs Monaten zu. Der Euro war zum Franken nahezu konstant bei 1,206 Franken.

“Der Arbeitsmarkt hat sich im Juni mal wieder schlechter entwickelt als erwartet”, sagte Analyst Ulrich Wortberg von der Helaba in Frankfurt zu den US-Daten. “Damit dürfte die konjunkturelle Zuversicht der Marktteilnehmer - auch in Anbetracht der jüngst nachgebenden Stimmungsindikatoren - weiter nachlassen.” Die Spekulationen auf eine dritte geldpolitische Lockerungsrunde der Fed blieben dem Markt damit erhalten, zumal auch die Arbeitslosenquote nicht weiter gesunken sei.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • DAs Pulver scheint komplett verschossen und wenn die Finnen nun nioch gehen: Gute Nacht EURO! Dann gilt nur noch das Motto: Bernanke zum letzen!

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