Devisen
Euro fällt unter 1,28 US-Dollar

Der Euro wurde am Mittwochmorgen mit 1,2858 US-Dollar gehandelt – und bewegt sich damit in etwa auf dem Niveau des Vorabends. Die Märkte warten auf das am Vormittag anstehende Ifo-Geschäftsklima.
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Frankfurt/MainDer Euro ist am Mittwoch mit der Sorge vor einer Konjunkturschwäche in Deutschland und der Aussicht auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB) gesunken. Am Nachmittag rutschte die Gemeinschaftswährung erstmals seit Juli 2013 wieder unter die Marke von 1,28 US-Dollar und fiel bis auf 1,2774 Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2826 (Dienstag: 1,2892) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7796 (0,7757) Euro.

Devisenexperte Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus begründete die Euro-Schwäche mit dem enttäuschenden Ifo-Geschäftsklima. Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer war im September überraschend stark gesunken und hatte damit bereits den fünften Rückgang in Folge gezeigt. „Die Kojunkturdaten aus Deutschland dürften bei der EZB für Sorgenfalten sorgen“, meinte Sartoris.

Zuletzt hatte die europäische Notenbank Anfang des Monats den Leitzins auf ein Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt und den Kauf von Pfandbriefen und gebündelten Kreditpapieren (ABS) angekündigt. Mit den Maßnahmen will die EZB die lahmende Konjunktur im Währungsraum stärker in Schwung bringen und die zu geringe Inflation bekämpfen.

„Sollte aber Deutschland als Konjunkturlokomotive der Eurozone ausfallen, dürfte dies die Bereitschaft der Währungshüter zu neuen Maßnahmen erhöhen und den vor allem in Deutschland umstrittenen Kauf von Staatsanleihen wahrscheinlicher machen“, begründete Sartoris den schwachen Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,78230 (0,78600) britische Pfund, 139,50 (139,87) japanische Yen und 1,2077 (1,2069) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1217,25 (1222,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30 130,00 (30 070,00) Euro.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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