Devisen
Euro fällt unter Marke von 1,36 US-Dollar

Obwohl neue US-Wirtschaftsdaten nicht voll überzeugen konnten, gerät der Euro unter Druck. Der Kurs der Gemeinschaftswährung ist deutlich gefallen. Analysten erwarten weitere geldpolitische Lockerungen der EZB.
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FrankfurtDer Euro ist am Freitag unter Druck geraten. Obwohl neue US-Wirtschaftsdaten nicht voll überzeugen konnten, fiel der Kurs der Gemeinschaftswährung deutlich. Am Nachmittag sank der Euro bis auf 1,3566 US-Dollar, am Morgen hatte er noch klar über 1,36 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3584 (Donnerstag: 1,3597) Dollar fest.

Wegen der niedrigen Inflation im Euroraum erwarten immer mehr Analysten erneute geldpolitische Lockerungen. „Der Euro ist weiterhin überbewertet – die EZB wird irgendwann handeln müssen“, meinte Erik Welne vom Handelshaus FXCM. „Auf der Sitzung Anfang März dürfte es auf eine Senkung des Leitzinses hinauslaufen“, prognostizierte Christoph Weil von der Commerzbank. Er ging davon aus, dass der Preisauftrieb weiter nachlässt.

Der Dollar dürfte nach Einschätzung von Volkswirten vom anziehenden US-Wachstum profitieren. Wenn die Wirtschaft wieder Fahrt aufnimmt, kann die Notenbank Fed ihre Konjunkturstützen weiter abbauen. Die US-Industrieproduktion ist im Dezember nach einem starken Vormonat weiter gestiegen, wie neue Zahlen zeigen. Daten vom Immobilienmarkt und zum Konsumklima blieben jedoch hinter den Erwartungen zurück.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82620 (0,83215) britische Pfund, 141,80 (142,21) japanische Yen und 1,2332 (1,2350) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1250,00 (1241,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 28 870,00 (28 740,00) Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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