Devisen
Euro fällt wegen Sorgen um Griechenland

In der griechischen Schuldenkrise scheinen die Verhandlungen zu stocken, eine baldige Lösung ist nicht in Sicht. Angesichts der anhaltenden Unsicherheit bleibt der Euro schwach und fällt am Montag weiter.
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FrankfurtDer Eurokurs ist am Montag gefallen. Nach vier Handelstagen mit Gewinnen in Folge gab es damit den ersten Rückschlag. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0748 Dollar, nachdem sie am Freitagabend noch bei über 1,08 Dollar gehandelt worden war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,0723 (Freitag: 1,0814) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9326 (0,9247) Euro.

„Der Euro scheint zum Wochenstart eine Verschnaufpause einzulegen“, kommentierten Devisenexperten vom Bankhaus Metzler. Nach ihrer Einschätzung lasteten die extreme Geldflut der EZB und die Schuldenkrise in Griechenland auf der Gemeinschaftswährung. Am Nachmittag hatte die Notenbank bekanntgegeben, dass sie bis zum 17. April öffentliche Anleihen in einem Volumen von 73,29 Milliarden Euro gekauft habe.

Nach wie vor ist keine Lösung des Griechenlandproblems in Sicht. „Das Eurogruppentreffen Ende der Woche wird in Bezug auf Griechenland wohl ohne Beschluss bleiben, denn die Verhandlungen scheinen zu stocken“, schreibt die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) in einem Kommentar. Händler sprachen insgesamt von wenigen Impulsen am Devisenmarkt. Im Tagesverlauf gab es keine wichtigen Konjunkturdaten, an denen sich die Anleger hätten orientieren können.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,71955 (0,71990) britische Pfund, 127,68 (128,45) japanische Yen und 1,0283 (1,0297) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1196,50 (1203,35) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 35.410,00 (35.190,00) Euro.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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