Devisen
Euro geht mit Trippelschritten nach oben

Der Euro ist am Mittwoch leicht nach oben gegangen. Für den Auftrieb sorgten die stabileren Aktienmärkte in Europa. Vor allem das gute Lufthansa-Quartal schob den Dax in die Gewinnzone.
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FrankfurtDie festeren Aktienmärkte in Europa haben dem Euro am Mittwoch etwas Schwung verliehen. Die Gemeinschaftswährung stieg in der Spitze auf 1,3021 Dollar und notierte damit über dem Vortages-Referenzkurs der EZB von 1,2962 Dollar. Die Kursgewinne an den Börsen hätten auch die Stimmung am Devisenmarkt aufgehellt, sagte Antje Praefcke, Währungsstrategin bei der Commerzbank. Im Dax sorgte vor allem der überraschend hohe Quartalsgewinn der Lufthansa für Kursgewinne.

Insgesamt sprachen Händler allerdings von einem ruhigen Handel. Vor dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag und den US-Wahlen in der nächsten Woche hielten sich die Investoren zurück, erklärten Marktbeobachter. Auch die Wiedereröffnung der US-Börse nach Tagen Zwangspause sorgte nicht für größere Kursbewegungen. Nach dem Hurrikan „Sandy“ kehrte das Leben an der US-Ostküste langsam zur Normalität zurück. Im Großraum New York nahmen die Busse am Mittwoch den - wenn auch eingeschränkten - Betrieb wieder auf.

An den Anleihemärkten verlief das Geschäft ebenfalls ruhig. Bundesanleihen rentierten nahezu unverändert bei 1,473 Prozent. Erfolgreich verlief eine Auktion deutscher Staatsanleihen mit 30 Jahren Laufzeit: Sie spülte gut 1,7 Milliarden Euro in die Staatskasse. Die durchschnittliche Rendite betrug 2,34 Prozent. Das ist mehr als bei der vorangegangenen Auktion im Juli mit 2,17 Prozent, aber weniger als im April mit 2,41 Prozent.

Die Renditen zehnjähriger spanischer und italienischer Anleihen gingen leicht zurück. Sie lagen bei 5,639 Prozent beziehungsweise 4,978 Prozent. Analysten zufolge könnten die Zinsen aber schon bald wieder ansteigen, da weiterhin Unklarheit besteht, ob und wann Spanien unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen wird. Regierungskreisen zufolge schließt das hoch verschuldete Land ein Hilfsgesuch nicht aus, hat aber wegen einer besseren Haushaltssanierung keine Eile.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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