Devisen
Euro gibt etwas nach

Am Devisenmarkt kann sich die europäische Gemeinschaftswährung nicht behaupten. EZB-Vize Constancios Aussagen belasten den Euro: Draghis Niedrigzinsversprechen sei vom Markt falsch interpretiert worden.
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Frankfurt/TokioDer Euro hat am Dienstag leicht nachgegeben. Am Vormittag erreichte der Kurs sein Tagestief bei 1,3832 US-Dollar. Im weiteren Verlauf konnte sich die Gemeinschaftswährung zwar ein Stück weit erholen, sie stand aber zuletzt immer noch etwas tiefer als am Montagabend. Am Dienstagmittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3850 (Montag: 1,3881) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7220 (0,7204) Euro.

Belastet wurde der Euro am Vormittag durch Aussagen des EZB-Vize Vitor Constancio. Der Portugiese hatte dem Finanzdienst „Market News International“ gesagt, Notenbankchef Mario Draghi sei in der Vorwoche möglicherweise falsch vom Markt interpretiert worden. Tatsächlich habe er das Niedrigzinsversprechen der EZB verstärken wollen. Zudem bekräftigte Constancio, die Zinsen könnten jederzeit weiter gesenkt werden. Die Aussicht auf niedrigere Zinsen belasten in der Regel Euro.

Am Devisenmarkt wird aber auch der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland um die Halbinsel Krim weiter aufmerksam verfolgt. Eine erneute Eskalation der Lage wird von Experten nicht ausgeschlossen. „Auch wenn dies weder im Interesse Russlands noch des Westen sein kann, bleibt das Ereignisrisiko hoch und vor diesem Hintergrund ist ein Anstieg der Risikoaversion jederzeit möglich“, beschrieb Experte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen die Stimmung.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,8336 (0,8338) britische Pfund, 143,05 (143,39) japanische Yen und 1,2175 (1,2192) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1346,25 (1344,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30 780,00 (30 410,00) Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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