Devisen
Euro gibt etwas nach

Der Euro hat sich am Mittwoch von seinem erst am Vortag erreichten Rekordstand zum Dollar deutlich entfernt. Am späten Nachmittag kostete der Euro 1,3 717 Dollar.

dpa-afx FRANKFURT. Am Dienstag hatte der Euro mit 1,3 851 Dollar noch den höchsten Stand seit seiner Einführung vor achteinhalb Jahren erreicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Mittwochmittag auf 1,3 743 (1,3 833) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7 276 (0,7 229) Euro.

"Einige große Marktteilnehmer haben nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen Tage Kasse gemacht und ihre Gewinne realisiert", sagte Devisenhändler James Round von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP). Die Schwäche des Euro habe keinen fundamentalen Grund. Der Dollar stehe angesichts der Sorge einer weiteren Zuspitzung der US-Immobilienkrise grundsätzlich weiterhin unter Druck. Die jüngsten Daten vom US-Häusermarkt boten Round zufolge keinen Grund zur Entwarnung. Die Verkäufe bestehender Häuser sind im Juni überraschend deutlich zurückgegangen.

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sprach sich in einem Zeitungsinterview unterdessen erneut gegen mehr Einfluss der Eurogruppe auf die Entscheidungen der Notenbank aus. "Natürlich gibt es in einzelnen Ländern die Versuchung, die EU und die EZB zu Sündenböcken zu stempeln. Doch das ist nicht fair", sagte Trichet der Wochenzeitung "Die Zeit". Der Vertrag von Maastricht sehe vor, "dass die Regierungen nicht versuchen dürfen, die EZB zu beeinflussen". "Das ist eine klare Aussage." Die französische Regierung hatte zuletzt Druck auf die EZB ausgeübt und Maßnahmen gegen den hohen Euro-Wechselkurs gefordert.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,66 905 (0,67 070) britische Pfund, 165,55 (167,22) japanische Yen und auf 1,6 660 (1,6 645) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 674,75 (684,30) Dollar gefixt.

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