Devisen
Euro gibt gegenüber dem Pfund nach

Der Euro hat am Dienstag seine Talfahrt gegenüber dem britischen Pfund fortgesetzt. Am Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 89,18 Pence, das waren 0,9 Prozent weniger als am Vortag.

FRANKFURT. Der Euro hat gestern seine Talfahrt gegenüber dem britischen Pfund fortgesetzt. Am Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 89,18 Pence, das waren 0,9 Prozent weniger als am Vortag. Auf dem Euro lasteten Spekulationen, dass die Europäische Zentralbank die Leitzinsen weiter senken werde. Geschürt wurden die Bedenken durch Zyperns Notenbankchef Athanasios Orphanides, der die Deflationsrisiken betonte (siehe Anleihen).

Derzeit beträgt der Leitzins im Euroraum 1,25 Prozent. Devisenexperten der Bank of New York Mellon begründeten die Pfund-Stärke auch mit den Maßnahmen Londons zur quantitativen Lockerung. Die Bank of England kaufte Anleihen im Volumen von 3 Mrd. Pfund (3,4 Mrd. Euro) zurück. Zeitweise rutschte der Euro sogar erstmals seit mehr als einem Monat unter 89 Pence.

Zum US-Dollar gab der Euro um rund 0,7 Prozent nach auf 1,3269 Dollar. Die schwachen Konjunkturdaten aus den USA (siehe auch Anleihemarktbericht) sorgten bei den Anlegern für einen geringeren Risikoappetit. In Zeiten starker Turbulenzen an den Märkten gilt der Dollar als vergleichsweise sichere Anlage. In verstärktem Maße gilt dies auch für den japanischen Yen. Dieser konnte am Dienstag entsprechend 1,7 Prozent zum Euro und 0,8 Prozent zum Dollar zulegen.

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