Devisen
Euro gibt im ersten Juli-Handel deutlich nach

Nach ihrem Höhenflug mitsamt Zwölf-Monats-Hoch wertet die Gemeinschaftswährung in der neuen Handelswoche ab. Auch nach den starken Einkaufsmanagerindizes bleibt der Euro unter der 1,14-Dollar-Marke.
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FrankfurtDer Kurs des Euro hat am Montag trotz robuster Konjunkturdaten aus dem Euroraum nachgegeben. Am Nachmittag fiel die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich bis auf 1,1358 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit vergangenem Mittwoch. Zuletzt lag der Kurs bei 1,1367 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1369 (Freitag: 1,1412) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8796 (0,8763) Euro.

Die Stimmung in den Industriebetrieben des Euroraums hat sich laut dem Institut IHS Markit im Juni deutlicher verbessert als bislang angenommen - der entsprechende Indikator ist laut einer zweiten Schätzung auf den höchsten Stand seit gut sechs Jahren gestiegen. Zudem verharrte die Arbeitslosigkeit im Euroraum laut dem Statistikamt Eurostat im Mai unverändert bei 9,3 Prozent und damit auf dem niedrigsten Niveau seit März 2009. Den Euro konnten die robusten Daten aber nicht beflügeln.

Konjunkturdaten aus den USA sorgten am Nachmittag für keine klaren Impulse. Die Stimmung in der US-Industrie war im Juni so gut wie seit August 2014 nicht mehr. Allerdings ging der Unterindikator für das Preisniveau zurück, was tendenziell gegen schnelle Zinsanhebungen durch die US-Notenbank Fed spricht. Zudem legten die US-Bauausgaben entgegen den Erwartungen der meisten Analysten nicht zu.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87705 (0,87933) britische Pfund, 128,46 (127,75) japanische Yen und 1,0943 (1,0930) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1229,25 (1242,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 34 758,00 (35 066,00) Euro.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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