Devisen
Euro hält Gewinne nach Frankreich-Wahl nicht

Nach den ersten Hochrechnungen der Präsidentschaftswahlen in Frankreich war der Euro auf ein Fünf-Monats-Hoch gestiegen. Doch am Montag hat die Gemeinschaftswährung einen Teil der Gewinne wieder abgegeben.
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FrankreichDer Kurs des Euro hat am Montag wieder etwas von den starken Gewinnen nach dem Wahlausgang in Frankreich abgegeben. Zwischenzeitlich kostete ein Euro 1,0856 US-Dollar. Nach Veröffentlichung der Hochrechnung im ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen war der Kurs der Gemeinschaftswährung zeitweise bis auf 1,0937 Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit November.

Marktbeobachter sprachen von einer Gegenbewegung nach dem Kurssprung vom Vorabend. Diese hat den Euro nach dem Hoch am Vorabend wieder etwas mehr als ein halbes Prozent nach unten gedrückt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Montag auf 1,0848 (Freitag: 1,0698) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9218 (0,9348) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84830 (0,83720) britische Pfund, 119,67 (116,72) japanische Yen und 1,0806 (1,0680) Schweizer Franken fest.

Nach Einschätzung des Experten Daisuke Karakama von der japanischen Mizuho Bank hat sich der Fokus der Anleger am Devisenmarkt bereits ein Stück weit von der Frankreich-Wahl auf die politische Entwicklung in den USA verschoben. Demnach werde der Dollar derzeit von der Aussicht auf Steuersenkungen durch die amerikanische Regierung gestützt und der Euro im Gegenzug belastet. Am Markt gebe es die Erwartung, dass die Regierung in Washington im Verlauf der Woche Pläne zu Steuersenkungen vorlegen könnte, sagte Karakama.

Am Vorabend hatte der Wahlausgang in Frankreich den Euro innerhalb von kurzer Zeit um mehr als zwei Prozent nach oben schnell lassen. Nach dem ersten Wahlgang bei den Präsidentschaftswahlen haben es der Linksliberale Emmanuel Macron sowie die Rechtspopulistin und Euro-Gegnerin Marine Le Pen in die Stichwahl am 7. Mai geschafft. Laut jüngsten Umfragen werden Macron im entscheidenden Wahlgang die besseren Chancen eingeräumt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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