Devisen Euro holt zum Dollar auf

Der Euro setzt sich Mittag gegen den Dollar durch. Allerdings dürften er die leichten Gewinne nicht lange halten können. Experten erwarten, dass langfristig der strammere Fed-Kurs den Dollar in die Höhe treiben wird.
Der Euro kann zum Dollar zulegen. Doch von langfristigen Gewinnen kann nicht die Rede sein. Quelle: dpa
Euro holt leicht auf

Der Euro kann zum Dollar zulegen. Doch von langfristigen Gewinnen kann nicht die Rede sein.

(Foto: dpa)

Der Euro hat am Montag leicht zum Dollar zulegen. Einige Experten gehen aber davon aus, dass die Gewinne der vergangenen drei Wochen nur kurzfristiger Natur sind und die Gemeinschaftswährung wieder zurückfallen wird.

Zuletzt war der Euro bei 1,1274 Dollar 0,1 Prozent fester. In den abgelaufenen drei Wochen hat der Euro insgesamt mehr als drei Prozent zum Greenback eingebüßt.

Goldman Sachs Group hält dennoch daran fest, dass der Dollar seinen Aufwärtstrend wieder aufnehmen wird. „Nachdem sich die Fed so dovish gezeigt hat, ist die Begründung für ein Handeln aufgrund der Zinsunterschiede noch stärker geworden und nicht schwächer“, sagt Robin Brooks, Chef für Devisenstrategie bei Goldman. Die US-Wirtschaft werde umso stärker gegenüber Eurozone und Japan zulegen, fügt er hinzu.

Was Sie über den Devisenhandel wissen müssen
Frankfurter Skyline im Sonnenuntergang
1 von 10

Weltweiter Riese

Der Devisenmarkt ist der liquideste Markt der Welt. Währungen werden an diesem Foreign Exchange (FX) direkt oder indirekt zwischen den einzelnen Marktteilnehmern gehandelt.

Börse Frankfurt
2 von 10

Wer handelt da?

Dominiert wird der Devisenmarkt von großen, institutionellen Investoren wie Banken, Hedge- oder Investmentfonds. Wichtig sind insbesondere die Zentralbanken, die über Devisenkäufen oder –verkäufe ihre Währungen zu stützen. Vor allem bei asiatischen Zentralbanken sind diese sogenannten Devisenmarktinterventionen üblich. Privatanleger können allerdings auch am Währungsmarkt aktiv werden, wie etwa die Causa Uli Hoeneß gezeigt hat.

78656264
3 von 10

Wie Privatanleger in den Handel einsteigen

Für den direkten Handel am Devisenmarkt wird ein Depot bei einem entsprechenden Broker benötigt. Immer mehr Online-Broker bieten solche Depots an, Anleger müssen genau hinschauen, um seriöse Angebote herauszufiltern. Verbreiteter ist der indirekte Handel über Derivate. Hier bestehen verschiedene Möglichkeiten.

Börse Frankfurt
4 von 10

Mit welchen Derivaten gehandelt werden kann

Wer die einzelnen Währungspaare nicht direkt kaufen oder verkaufen will, muss auf Derivate ausweichen. Das geht beispielsweise mit Hilfe von Devisenoptionen, also strukturierten Produkten. Mit ihnen erwirbt der Anleger das Recht, eine bestimmte Währung zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Wert zu kaufen oder zu verkaufen. Er ist allerdings nicht dazu gezwungen. Eine Kaufoption wird als Call bezeichnet, bei einer Verkaufsoption handelt es sich um einen Put. Grundsätzlich handelt es sich dabei um Wetten auf eine bestimmte Kursentwicklung.

huGO-BildID: 2607278 Foreign exchange office employee Mari Marquez clerk updates their exchange rates between the peso and the U.S. dollar in Mexico
5 von 10

Was sind Margins?

Eine Margin fordern Banken von ihren Kunden, wenn diese Devisen handeln wollen. Es handelt sich dabei also um Geld, welches zur Absicherung der Geschäfte bei der Bank hinterlegt werden muss. Privatkunden müssen mit Margins von etwa 0,5 bis 2,5 Prozent rechnen. Wer also mit 100.000 Euro Währungen handeln will, muss bei einem Satz von einem Prozent 1000 Euro bei der Depotbank hinterlegen.

Mehrheit fuer Neuregelung der Maklergebuehren in Sicht
6 von 10

Welche Risiken bestehen?

Wie der Fall Hoeneß gezeigt hat, lassen sich mit Währungsgeschäften zwar sehr schnell viele Millionen erwirtschaften, die Gewinne können sich aber auch genauso schnell wieder in Luft auflösen. Denn oft reichen kleine Kursbewegungen aus, um das Verhältnis zwischen Gewinnen und Verlusten im eigenen Depot zu kippen. Und gerade der Devisenmarkt ist ständig in Bewegung.

Länderfinanzausgleich
7 von 10

Warum ist der Markt so volatil?

Die starken Schwankungen am Devisenmarkt resultieren aus den zahlreichen Einflussfaktoren, die darauf einwirken. Nicht nur die Zinsen und geldpolitische Entscheidungen können den Wechselkurs beeinflussen, auch politische Ereignisse wie Kriege, die Inflationsrate oder Naturkatastrophen können Währungskurse bewegen.

Auch die Experten von Westpac Banking erwarten, dass sich der Dollar in den kommenden Monaten stabilisieren wird. Sie sagen voraus, dass der Euro im zweiten Halbjahr bis auf 1,06 Dollar absacken werde.

Der Euro stieg zum Schweizer Franken um 0,1 Prozent auf 1,0936 Franken, während die eidgenössische Währung zum Dollar nahezu unverändert bei 96,96 Rappen notierte. Zum Yen hielt sich der Euro kaum verändert bei 125,71 Yen, und die japanische Währung war bei 111,50 Yen ebenfalls praktisch konstant.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • Bloomberg
Startseite
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%