Devisen: Euro kann Gewinne schwer halten

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Euro kann Gewinne schwer halten

Die europäische Gemeinschaftswährung kann ihre Gewinne gegenüber dem Dollar nicht halten. Am Nachmittag notiert der Euro etwa auf dem Niveau des Vortages. Anleger spekulieren auf weitere Lockerung der EZB-Politik.

Frankfurt am MainDer Euro hat am Freitag Gewinne im frühen Handel zum Dollar abgegeben. Am späten Vormittag notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,1028 Dollar je Euro kaum verändert. Im Euroraum ist das Wirtschaftsvertrauen im Februar auf 103,8 Zähler gefallen, nach revidiert 105,1 Punkten im Vormonat, teilte die EU-Kommission am Freitag mit.

Die Erwartung, dass die Europäische Zentralbank eine neue Runde lockerer Geldpolitik am 10. März einleiten wird, nahm darauf zu. Zuvor hatte EZB- Ratsmitglied Ignazio Visco im Interview mit CNBC erklärt, die Lage der Weltwirtschaft rechtfertige eine geldpolitische Reaktion. Auf Wochensicht bewegt sich der Euro zum Dollar zum zweiten Mal in Folge auf Verluste in der Größenordnung von rund einem Prozent zu, zeigen Bloomberg-Daten.

Das britische Pfund dagegen war den zweiten Tag in Folge zum Euro fester und notierte 0,3 Prozent im Plus bei 78,68 Pence je Euro. Auch zum Dollar war das Pfund den zweiten Tag in Folge gesucht und rückte 0,3 Prozent vor. Auf Wochensicht steuert das Pfund zum Dollar auf Verluste in der Größenordnung von knapp drei Prozent zu.

„Es kommt der Punkt, wo man eruieren muss, ob der Markt beim Einpreisen des Brexit über das Ziel hinausgeschossen ist oder nicht”, schrieben Devisenstrategen Jordan Rochester und Yujiro Goto von Nomura International Plc in einer Notiz am Freitag. Optionen am Devisenmarkt würden eine hohe Wahrscheinlichkeit eines weiteren Rückgangs um zehn bis 15 Prozent anzeigen, was kurzfristig signalisieren könnte, dass ein Hoch beim ’Brexit-Pessimismus’ erreicht worden sei, so die beiden Analysten weiter.

Der Franken war zum Euro 0,1 Prozent leichter bei 1,0928. Zum Dollar rutschte der Franken 0,2 Prozent und notierte zuletzt bei 99,24 Rappen je Dollar.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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