Devisen Euro klettert auf Sechs-Wochen-Hoch

Günstige italienische und spanische Anleihen bescheren dem Kurs des Euro ein gutes Plus. Für den Yen geht es vorerst nicht weiter abwärts, was vor allem an einem technischen Indikator liegt.
Update: 11.04.2013 - 15:19 Uhr Kommentieren
Eine Zwei-Euro-Münze vor einem Euro-Symbol. Die Gemeinschaftswährung hält sich über 1,30 Dollar. Quelle: dpa

Eine Zwei-Euro-Münze vor einem Euro-Symbol. Die Gemeinschaftswährung hält sich über 1,30 Dollar.

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Der Euro ist am Donnerstag zum Dollar auf ein Sechs-Wochen-Hoch geklettert. Die europäische Gemeinschaftswährung stieg bis auf 1,3135 Dollar und notierte zuletzt bei 1,3127 Dollar 0,4 Prozent höher.

Rückenwind erhielt der Euro von sinkenden Fremdkapitalkosten für Italien und Spanien. Italien hat am Donnerstag eine dreijährige Anleihe zu einer Emissionsrendite von 2,29 Prozent untergebracht, verglichen mit 2,48 Prozent bei der letzten Auktion in diesem Laufzeitenbereich am 13. März. Die zehnjährigen spanischen Bondrenditen sanken bis auf 4,61 Prozent, den tiefsten Wert seit November 2010.

Der Yen stoppte eine Abwärtsbewegung zum US-Dollar, welche die japanische Währung fast bis auf die Marke von 100 Yen je Dollar gedrückt hatte. Nach Verlusten auf bis zu 99,78 Yen je Dollar im Devisenhandel in der Nacht auf Donnerstag gewann die japanische Währung 0,3 Prozent auf 99,52 Yen. Unterstützung erhielt der Yen von einem technischen Indikator sowie der Nachricht, dass japanische Investoren offiziellen Daten zufolge ausländische Staatsanleihen verkauft haben.

„Es ist eine ziemliche Überraschung, dass japanische Investoren Nettoverkäufer von ausländischen Bonds sind“, sagte Sebastien Galy, Devisenstratege bei Société Générale SA in New York. „Die heutigen Gewinne des Yen könnten auf diese negative Überraschung zurückzuführen sein.“

Ein technischer Indikator signalisiert zudem, dass die jüngsten Verluste beim Yen überzeichnet waren. Der 14-Tages-Index der relativen Stärke des Yen zum Dollar lag den vierten Tag unter 30. Für einige Händler ist ein derartiges Niveau ein Signal, dass ein Vermögenswert zu stark und zu schnell gesunken ist. Zum Euro belief sich der Relative-Stärke-Index auf 28. Gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung war die japanische Devise nach anfänglich leichten Gewinnen zuletzt 0,1 Prozent schwächer bei 130,59 Yen je Euro.

Der Schweizer Franken war zum Euro bei 1,2190 Franken kaum verändert. Gegenüber dem Dollar stieg die eidgenössische Währung um 0,5 Prozent auf 92,81 Rappen.

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