Devisen
Euro klettert über 1,12 Dollar

Der Euro hat sich am Montag von den deutlichen Verlusten der vergangenen Woche erholt. Die Gemeinschaftswährung gilt vermehrt wieder als sicherer Hafen in volatilen Zeiten.
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Frankfurt/MainDer Euro hat am Montag erstmals nach vier Verlusttagen zum Dollar wieder zugelegt. Zuletzt war die Gemeinschaftswährung bei 1,1238 Dollar 0,5 Prozent fester. Im vorläufigen Tageshoch wurden 1,1262 Dollar erreicht. Für den August steuert der Euro auf einen Gewinn von 2,3 Prozent zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,1268 Dollar festgesetzt.

Nach den Äußerungen von EZB-Vizepräsident Vitor Constancio am Wochenende in Jackson Hole könnte EZB-Chef Mario Draghi sich bei der Zinsentscheidung diese Woche optimistischer zur konjunkturellen Lage der Eurozone äußern, erwartet die Commonwealth Bank of Australia in einer aktuellen Einschätzung. Die „Region hat das Schlimmste hinter sich“, und das stütze den Euro.

Unterstützung erhielt der Euro zudem dadurch, dass er verstärkt als sicherer Hafen in volatilen Zeiten angesehen wird. „Der Risikofaktor bleibt der Antrieb für die Devisenmärkte”, sagt Thu Lan Nguyen, Devisenstratege bei der Commerzbank AG in Frankfurt. „Vor diesem Hintergrund werden Euro und Yen bei einem Anstieg der Risikoabneigung die Hauptnutznießer bleiben. Sie werden derzeit als ultimative sichere Häfen angesehen.”

Der Euro gewann zum Franken 0,8 Prozent auf 1,0847 Franken, während die Schweizer Währung zum Dollar 0,2 Prozent schwächer bei 96,55 Rappen war. Zum Yen war der Euro nahezu unverändert bei 136,08 Yen, und der Dollar büßte zur japanischen Währung 0,5 Prozent auf 121,14 Yen ein.

Zum Wochenstart richten sich die Blicke von Anlegern und Analysten auf neue Inflationszahlen aus dem Euroraum. Wegen der Preisrückgänge bei zahlreichen Rohstoffe wie Erdöl dürfte die ohnehin schwache Teuerung wieder auf dem Rückzug sein. Dies dürfte Spekulationen weiter anheizen, wonach die EZB ihre Geldpolitik weiter lockern könnte. Analysten erwarten einen solchen Schritt aber mehrheitlich nicht, wenn sich der geldpolitische Rat an diesem Donnerstag zu seiner regulären Sitzung trifft.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Bloomberg / Nachrichtenagentur

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