Devisen
Euro kratzt an der Marke von 1,10 Dollar

Der Eurokurs ist am Montag in einem ruhigen Handel leicht gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Morgen mit 1,0970 US-Dollar gehandelt. In der Nacht hatte der Euro noch 1,0946 Dollar gekostet.

FrankfurtDer Eurokurs hat zu Beginn der letzten Handelswoche des Jahres zugelegt. Am Montag stieg der Kurs der Gemeinschaftswährung bis auf 1,0993 US- Dollar, rutschte am Nachmittag aber wieder auf 1,0975 Dollar ab. In der Nacht war der Euro noch bei 1,0946 Dollar gehandelt worden.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,0962 (vergangenen Donnerstag: 1,0947) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9122 (0,9135) Euro.

Die Geldpolitik in den USA bleibt ein wichtiger Faktor am Devisenmarkt. „Die Diskussion über den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed dürfte nach den durchwachsenen Konjunkturdaten vom vergangenen Mittwoch weiter gehen“, sagte Experte Dirk Gojny von der National-Bank. Bisher gehen die meisten Fachleute von einem vergleichsweise langsamen Anstieg der Zinsen in den USA aus.

Aussagen von EZB-Direktor Yves Mersch konnten keine nennenswerten Impulse für den Handel am Devisenmarkt liefern. Demnach könnte die Notenbank im Kampf gegen die zu niedrige Inflation im Euroraum die Geldschleusen noch weiter öffnen. „Wir haben keineswegs unser ganzes Pulver verschossen“, sagte Mersch dem Magazin „International Bankers Forum“. „Wir können jederzeit nachlegen, sollte dies notwendig sein. Wir haben noch Munition und Feuerkraft.“

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,73535 (0,73420) britische Pfund, 132,05 (131,83) japanische Yen und 1,0838 (1,0806) Schweizer Franken fest. Ein Kilogramm Gold kostete 30 490,00 Euro (vergangenen Mittwoch: 30 970,00) Euro.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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