Devisen
Euro-Kurs beruhigt sich wieder

Am Montagnachmittag notierte der Euro so hoch wie zuletzt vor sechs Monaten. Inzwischen hat sich ihr Kurs wieder beruhigt. Dennoch die Sorgen um eine US-Zinswende bleiben – und belasten weiterhin den Dollar.
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FrankfurtAn den Devisenmärkten kehrt langsam Ruhe ein. Nachdem der Euro am Nachmittag auf über 1,17 US-Dollar gestiegen war, ist der Kurs der Gemeinschaftswährung zuletzt wieder auf unter 1,16 US-Dollar zurückgefallen. Aktuell steht der Euro bei 1.587 US-Dollar.

In der Nacht hatte der Euro noch unter der Marke von 1,14 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagmittag auf 1,1281 (Donnerstag: 1,1183) Dollar festgesetzt.

Die erneuten Turbulenzen an den Aktienmärkten belasteten den US-Dollar. „Die Logik dahinter ist klar: Die Risiken in China und die dadurch ausgelösten Turbulenzen an den Finanzmärkten sollten die Fed dazu bringen, einen Zinsschritt im September zu verschieben“, meinte Commerzbank-Analystin Esther Reichelt. Die Angst vor einem Ende des billigen Geldes durch die US-Notenbank Fed trage zur Nervosität am Devisenmarkt bei.

Die EZB dürfte laut Reichelt über den Wechselkursanstieg nicht erfreut sein. Die Erfolge ihrer geldpolitischen Lockerungen seien in Gefahr und daher sei hier auch eine Reaktion zu erwarten. „Kampflos gibt sich die EZB nicht geschlagen“, schreibt Reichelt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Furcht, Angst, Panik. Märkte im Modus des Irrationalen oder der Psychose, eine Krankheit, die behandelt werden muss. Man kann auch Spekulation dazu sagen. Ist die Chinapanik nur die Furcht davor, dass die Erde keine Scheibe ist? Ist es doch schon vier Monate her, dass die Parität zum Dollar unmittelbar bevorstand? Weitere 20 Prozent sollte der Euro bis 2017 verlieren? Was waren das wohl für Analysten? Entsprachen die Prognosen etwa den Wünschen der Banken, die Gehalt und Boni dieser Analysten bezahlen? Das gibt es doch nur in den USA. In Deutschland sind wir viel, viel besser.

  • Ja leider, Draghi und sein Jünger sind arrogant genug, sich in ihrem Wahn auch noch gegen den Weltmarkt und gegen die Fed zu stellen. Wer da wohl den Kürzeren zieht?

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