Devisen
Euro-Kursgewinne schmelzen dahin

Ein schwächer als erwartet ausgefallener ZEW-Index sorgt beim Euro für Verluste. Bereits am Vortag hatte ein starker Dollar die Gemeinschaftswährung belastet.
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FrankfurtDer Euro hat am Dienstag anfängliche Kursgewinne gegenüber dem Dollar wieder eingebüßt. Am Nachmittag notierte die Gemeinschaftswährung kaum verändert. Zuletzt wurden für einen Euro 1,2967 Dollar gezahlt und damit etwas weniger als am Vortag.

Während der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen schwächer als erwartet ausfiel, legte die Industrieproduktion in der Eurozone deutlicher zu als prognostiziert. Der vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim ermittelte Index der Konjunkturerwartungen von Investoren und Analysten ist von 36,3 im April auf 36,4 im Mai gestiegen. Volkswirten hatten in einer Bloomberg-Umfrage einen Wert von 40 erwartet. Der Index soll den Konjunkturgang über die nächsten sechs Monate anzeigen.

In der Eurozone ist die Industrieproduktion im März um ein Prozent gestiegen und damit doppelt so stark wie Ökonomen erwartet hatten. Das teilte das Europäische Statistikamt im Luxemburg mit.

Die schwedische Krone gab im Gefolge schwacher Inflationsdaten gegenüber den meisten wichtigen Währungen nach. In Schweden sind die Verbraucherpreise im April annualisiert um 0,5 Prozent gesunken, stärker als von Volkswirten in einer Bloomberg-Umfrage erwartet. “Der Markt muss jetzt eine höhere Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die Riksbank einpreisen”, sagte Kasper Kirkegaard, leitender Devisenstratege bei Danske Bank A/S in Kopenhagen. Zum Euro verbilligte sich die Krone 0,5 Prozent.

Der Schweizer Franken notierte unverändert zum Euro bei 1,2420 je Euro. Zum Dollar war die eidgenössische Währung ebenfalls unverändert bei 95,77 Rappen je Dollar.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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