Devisen
Euro lässt Rubel weit hinter sich

Mit ausgeprägt schwachen Wachstumsdaten aus Russland hat der Euro am Mittwoch zum russischen Rubel den höchsten Stand seit sechs Monaten erreicht. Die Wirtschaftskraft Russlands war im vergangenen Quartal so stark abgesackt wie noch nie seit Beginn der Statistiken Mitte der 90er-Jahre.

FRANKFURT. Das Bruttoinlandsprodukt fiel annualisiert um 10,9 Prozent, wie das Statistikamt in Moskau am Dienstag mitteilte. Da der Einbruch gravierender war als von Analysten erwartet, setzte am Markt ein Rubel-Ausverkauf ein: Der Euro stieg am Mittwoch zeitweise um bis zu 1,8 Prozent auf 46,42 Rubel. Bereits am Vortag hatte die Devise 1,3 Prozent zugelegt.

Im Zuge der globalen Rezession ist die Nachfrage nach Russlands wichtigsten Exportgütern Öl, Erdgas und Metallen zurückgegangen. Zugleich bremst die steigende Arbeitslosigkeit die Binnennachfrage. Russlands Regierung hatte sich erst vor zwei Monaten zu einem Konjunkturpaket durchgerungen.

Zum Dollar stieg der Euro vor der am Abend anstehenden US-Zinsentscheidung 0,4 Prozent auf 1,4207 Dollar. Zum Pfund ging der Euro bei 85,89 Pence seitwärts. Die Bank of England sieht die Inflationsrate in Großbritannien im Jahresverlauf unter ein Prozent sinken. Angesichts negativer Effekte der Deflation peilt die Notenbank eine Inflation von zwei Prozent an.

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