Devisen
Euro legt erneut zu

Die anhaltende Unsicherheit über eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank verhilft dem Euro zu Kursgewinnen gegenüber dem Dollar. Auch die starke Exportzahlen Deutschlands helfen der Gemeinschaftswährung.

LondonDer Euro hat sich am Dienstag den dritten Tag in Folge gegenüber dem Dollar verteuert. US-Zinsaussichten drückten beim Greenback auf die Stimmung. Die Gemeinschaftswährung verteuerte sich zuletzt um 0,1 Prozent auf 1,1181 Dollar. Die US-Währung fiel gegenüber 12 der 16 wichtigsten Weltwährungen zurück, nachdem sich die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve nächste Woche auf 28 Prozent verringerte, verglichen mit 38 Prozent Ende August.

„Der Markt ist etwas unentschieden, ob die Fed nun die Zinsen anheben wird, aber eine Änderung wird definitiv nicht eingepreist“, sagte Khoon Goh, Devisenstratege bei der Australia & New Zealand Banking Group. „Wir könnten hier eine Überraschung erleben, wenn sich die Fed dazu entschließen sollte, die Zinsen zu erhöhen, dann wäre das positiv für den Dollar.“

Etwas Unterstützung erhielt der Euro zudem von guten Konjunkturdaten: In Deutschland sind die Exporte im Juli gegenüber dem Vormonat um 2,4 Prozent gestiegen – Volkswirte hatten lediglich ein Plus von einem Prozent erwartet. Zudem ist die Wirtschaft der Eurozone im zweiten Quartal stärker als vorhergesagt gewachsen. Der Wert wurde von 0,3 Prozent auf nun 0,4 Prozent Zuwachs nach oben korrigiert. Dazu trugen vor allem steigende Exporte und Konsumausgaben bei.

Der Euro verteuerte sich zum Franken um 0,2 Prozent auf 1,0916 Franken. Zum Dollar büßte die Schweizer Währung 0,1 Prozent auf 97,64 Rappen ein. Der Euro kletterte zum Yen 0,7 Prozent auf 134,22 Yen, während die japanische Währung zum Dollar 0,7 Prozent auf 120,07 Yen einbüßte.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
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