Devisen
Euro legt nach schwachen US-Konjunkturdaten zu

Zur Wochenmitte rutschte der Euro zeitweise bis auf 1,2842 Dollar. Am Donnerstagnachmittag notiert die Gemeinschaftswährung aber wieder fester. Devisenstrategen zeigten sich enttäuscht über die US-Wirtschaftsdaten.
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FrankfurtDer Euro hat am Donnerstag im Tagesverlauf seine Verluste zum Dollar aufgeholt und notierte am Nachmittag etwas fester zum Dollar. Schwache Konjunkturdaten aus den USA brachten den Dollar unter Druck. Für einen Euro wurden zuletzt 1,2896 Dollar gezahlt, 0,1 Prozent mehr als am Vortag.

In den USA sind die Verbraucherpreise im April stärker gesunken als erwartet. Gegenüber dem Vormonat gingen sie um 0,4 Prozent zurück, Volkswirte hatten ein Minus von 0,3 Prozent prognostiziert. Erstmals seit Ende 2008 sind die Preise zwei Monate hintereinander gefallen. Zudem stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in der vergangenen Woche stärker als erwartet.

„Alles, was heute aus den USA kam, war schlecht“, kommentierte Camilla Sutton, Leiterin Devisenstrategie bei Bank of Nova Scotia im kanadischen Toronto. „Jede einzelne Zahl, die heute bekanntgegeben wurde, war eine Enttäuschung.“

Der Schweizer Franken notierte 0,1 Prozent fester zum Euro bei 1,2420 je Euro. Zum Dollar legte die eidgenössische Währung 0,2 Prozent zu auf 96,31 Rappen je Dollar.

Die Ursache für den schwachen Euro sieht Devisenexperte Lutz Karpowitz von der Commerzbank weiterhin bei schlechten Konjunkturdaten aus der Eurozone vom Vortag. Unter anderem lieferten die beiden größten europäischen Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich schwache Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). „Die BIP-Daten des Euroraums haben auf ganzer Linie enttäuscht“, sagte auch Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die Konjunkturflaute halte den Euro weiterhin unter Verkaufsdruck.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Bloomberg / Nachrichtenagentur

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