Devisen
Euro legt zum Dollar deutlich zu

Der Euro hat am Dienstag erstmals seit Ende April wieder Kurs auf die Marke von 1,57 Dollar genommen. Auftrieb brachten Spekulationen auf steigende Leitzinsen im Euroraum. Nach Ansicht von ZEW-Chef Wolfgang Franz wird die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik straffen, wenn die Finanzkrise vorbei ist.

FRANKFURT. Franz ist einer der fünf Wirtschaftsweisen, die die Bundesregierung beraten. Druck auf den Dollar brachten neue Befürchtungen zur US-Konjunktur. Der Internationale Währungsfonds warnte, die Krise am amerikanischen Häusermarkt berge für die Finanzmärkte noch immer „ernste Risiken“. Zeitweise wurden für den Euro gestern 1,5679 Dollar gezahlt – 1,1 Prozent mehr als am Vortag.

Aufwärts ging es auch für den Schweizer Franken. Die Währung der Eidgenossen legte 1,4 Prozent zum Dollar und 0,4 Prozent gegenüber dem Euro zu. Anzeichen für eine anziehende Inflation dämpften Erwartungen, die Schweizerische Nationalbank könnte ihren Leitzins wieder senken. Seit 2005 haben die Währungshüter den Satz achtmal angehoben auf derzeit 2,75 Prozent.

Die Erzeuger- und Importpreise legten in der Schweiz im April um 3,6 Prozent zu. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 3,4 Prozent gerechnet. Der Euro notierte am Nachmittag bei 1,6268 Franken, der Dollar bei 1,0385 Franken.

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