Devisen: Euro nach Achterbahnfahrt leicht im Plus

Devisen
Euro nach Achterbahnfahrt leicht im Plus

Die Euro-Performance wechselte am Montag mehrfach das Vorzeichen. Am Ende kann der Euro gegenüber dem Dollar leicht zulegen. Doch langfristig dürfte der Kurs sinken. Denn diesen Monat beginnen die EZB-Staatsanleihekäufe.
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FrankfurtDer Euro ist am Montag nach besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten aus dem Währungsraum zeitweise über 1,12 US-Dollar gestiegen. Gegen Mittag erreichte die Gemeinschaftswährung ein Tageshoch bei 1,1241 Dollar und fiel am Nachmittag wieder auf 1,1196 Dollar zurück. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1227 (Freitag: 1,1240) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8907 (0,8897) Euro.

Der Fokus der Anleger lag vor allem auf Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise in der Euro-Zone. Im Februar waren die Preise um 0,3 Prozent im Jahresvergleich gesunken und damit nur halb so stark wie im Vormonat. An der Preisfront beginne sich der Trend zu drehen, sagte Experte Robert Wood von der Berenberg Bank. Durch das günstige Öl, den schwachen Euro und eine aggressive Geldpolitik durch die EZB beginne die Wirtschaft Tritt zu fassen. „Dies wird der EZB helfen, das angestrebte Inflationsziel von knapp zwei Prozent im Laufe der Zeit wieder zu erreichen“, sagte Wood.

Außerdem hätten teilweise guten Daten zur Stimmung der Einkaufsmanager in der Industrie der Euro-Zone den Euro am Vormittag gestützt, hieß es aus dem Handel. Im Februar hatte sich die Stimmung in den italienischen Industriebetrieben überraschend stark aufgehellt. Am Nachmittag musste der Euro aber wieder einen Teil der frühen Gewinne wieder abgeben.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7294 (0,7278) britische Pfund, 134,47 (134,05) japanische Yen und 1,0724 (1,0636) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1212,50 (1214,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 34.300,00 (33.970,00) Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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