Devisen
Euro notiert wieder über 1,10 Dollar

Noch zur Wochenmitte hatte der Euro deutliche Verluste hinnehmen müssen, am Freitagnachmittag kann sich der Kurs dagegen langsam wieder stabilisieren. Der Euro legt im Tagesverlauf 1,4 Prozent zu.
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FrankfurtDer Euro verzeichnete am Freitag deutliche Gewinne gegenüber dem Dollar. Die europäische Gemeinschaftswährung stieg um 1,4 Prozent auf 1,1080 Dollar. Der Dollar geriet nach neuen Konjunkturdaten unter Druck. So sind die Löhne und Gehälter in den USA im letzten Quartal mit der geringsten Rate seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 1982 gestiegen. Somit zerstreuten sich die Hoffnungen, dass die Verbesserung am Arbeitsmarkt sich auch auf die Vergütung auswirken werde. Das könnte die Zinserhöhungspläne der Federal Reserve hinausziehen.

„Das kam für die Märkte recht überraschend”, sagt Robert Sinche, Stratege bei Amherst Pierpont Securities LLC. “Die Softliner bei der Fed werden sich recht aggessiv auf diese Lohndaten stürzen.”

Der Schweizer Franken legte gegenüber Euro und Dollar deutlich zu. In Relation zur europäischen Gemeinschaftswährung zog der Franken bis zu 0,6 Prozent an, notierte zuletzt aber 0,1 Prozent niedriger bei 1,06063 Franken. Gegenüber dem Greenback gewann die eidgenössische Währung 1,2 Prozent auf 95,73 Rappen.

Der Rekordverlust der Schweizerischen Nationalbank im ersten Halbjahr verstärkte bei den Investoren Zweifel bezüglich der Fähigkeit der Notenbank, den Anstieg der Landeswährung einzudämmen. Die SNB hatte für die sechs Monate bis Ende Juni einen Verlust von 50,1 Mrd. Franken ausgewiesen. Mitte Januar hatte sie den Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro aufgegeben und seither versucht, über negative Zinsen und Marktinterventionen die Franken-Stärke zu bremsen.

Der japanische Yen gab zum Euro um 1,0 Prozent auf 137,11 Yen nach. Gegenüber dem Dollar stieg er um 0,3 Prozent auf 123,78 Yen.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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