Devisen
Euro pendelt auf Rekordstand zum Dollar

Der enttäuschend ausgefallene Arbeitsmarktbericht in den USA hat den Dollar belastet und den Euro nach oben getrieben. Er erreichte damit einen Höchststand, den es zuletzt vor zwei Jahren gab.
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FrankfurtDer Euro hat um den höchsten Stand zum Dollar seit fast zwei Jahren gependelt. Dazu trugen nicht zuletzt die schwachen US-Arbeitsmarktdaten vom Vorabend bei, die Spekulationen über eine spätere Reduzierung der Anleihekäufe der US-Notenbank Nahrung gaben.

Der Euro notierte bei 1,3760 Dollar, nachdem er zeitweise bei 1,3793 Dollar den höchsten Stand seit November 2011 erreicht hatte.

Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Volkswirte gehen davon aus, dass die Federal Reserve erst im März nächsten Jahres mit einer Reduzierung ihrer Bond-Käufe beginnen wird. Noch vor einem Monat war im Dezember mit diesem Schritt gerechnet worden. Die nächsten beiden Fed-Treffen finden am 29. und 30. Oktober beziehungsweise am 17. und 18. Dezember statt.

„Der Markt handelt vor dem Hintergrund der quantitativen Lockerung, nachdem die Reduzierung möglicherweise auf März nächsten Jahres verschoben wird“, sagt Masato Yanagiya, Leiter des Devisenhandels bei der Sumitomo Mitsui Banking Corp. in New York. „Der Dollar gerät unter Verkaufsdruck.”

Der Yen erholte sich zum Euro, nachdem er auf den schwächsten Stand seit 2009 zurückgefallen war. Technische Indikatoren deuten darauf hin, dass die jüngsten Verluste der japanischen Währung übertrieben waren. Zur Gemeinschaftswährung ging es ein Prozent auf 133,90 Yen aufwärts und zum Dollar um 0,9 Prozent auf 97,31 Yen.

Zum Franken rutschte die Gemeinschaftswährung um 0,1 Prozent auf 1,2316 Franken zurück. Die Schweizer Währung war zum Dollar nahezu unverändert bei 89,49 Rappen.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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