Devisen
Euro profitiert von Konjunkturdaten

Nach den deutlichen Verlusten vom Montag hat sich der Euro am Dienstag erholt. Vor allem positive Daten aus dem Konjunkturraum stützten die Gemeinschaftswährung.
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FrankfurtDer Euro hat am Dienstag von der Aussicht auf eine bessere Konjunktur in Deutschland profitiert. Ein überraschend starker Anstieg des Konjunkturbarometers des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) trieb die Gemeinschaftswährung zeitweise auf ein Tageshoch von 1,2540 US-Dollar.

Am Nachmittag rutschte der Euro dann wieder etwas ab und stand zuletzt bei 1,2525 Dollar - etwa einen halben Cent höher als am Vorabend. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2514 (Montag: 1,2496) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7991 (0,8003) Euro.

Am Vormittag hatten die ZEW-Konjunkturerwartungen den entscheidenden Impuls für den Handel am Devisenmarkt geliefert. Erstmals im laufenden Jahr haben Finanzexperten wieder mehr Vertrauen in die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Der vom Mannheimer ZEW auf Basis einer Umfrage unter professionellen Investoren und Analysten ermittelte Indikator stieg im November um 15,1 Punkte auf 11,5 Zähler.

„Die Kursverluste des Euro in den vergangenen Wochen und die robuste Entwicklung der US-Wirtschaft dürften wohl die wesentlichen Treiber des Anstiegs sein“, erklärte Thomas Gitzel von der liechtensteinischen VP Bank den Anstieg des ZEW-Indikators.

Allerdings gab das ZEW keine Entwarnung für die deutsche Konjunktur. „Das wirtschaftliche Umfeld bleibt angespannt“, sagte Institutschef Clemens Fuest. Volkswirte gehen davon aus, dass die größte Volkswirtschaft der Eurozone frühestens im kommenden Jahr wieder stärker in Schwung kommt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7994 (0,7989) britische Pfund, 145,91 (145,30) japanische Yen und 1,2013 (1,2013) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1192,75 (1169,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30 370,00 (30 050,00) Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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