Devisen
Euro rutscht unter 1,43 Dollar-Marke

Die Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten belastet den Euro. Die Gemeinschaftswährung rutschte unter die 1,43 Dollar-Marke.
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Frankfurt/MainDer Kurs des Euro ist am Donnerstag nach der Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten unter die Marke von 1,43 US-Dollar gefallen. Im Nachmittagshandel erreichte die Gemeinschaftswährung ein Tagestief bei 1,4234 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,4285 (Mittwoch: 1,4450) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7000 (0,6920) Euro.

„Eine Mischung aus schwachen Konjunkturdaten aus der Eurozone, unerwartet guten Daten aus den USA und einer enttäuschenden Versteigerung spanischer Anleihen setzte den Euro kräftig unter Verkaufsdruck“, beschrieb Devisenexperte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) die Lage an den Devisenmärkten. Den ersten Rückschlag gab es bereits am Morgen mit der Veröffentlichung überraschend schwacher Daten zur Stimmung der Einkaufsmanager in der Eurozone.

Am Nachmittag sorgten dann unerwartet gute Daten aus den USA für weiteren Verkaufsdruck beim Euro. In der größten Volkswirtschaft der Welt zeigte sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Industrie überraschenderweise nahezu unverändert über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Indexstände von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen. Zuvor hatte bereits eine Auktion von spanischen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von fünf Jahren den Kurs des Euro unter Verkaufsdruck gesetzt. Experte Umlauf sprach von „einer schleppenden Versteigerung in Spanien“.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88120 (0,88560) britische Pfund, 110,08 (110,55) japanische Yen und 1,1417 (1,1670) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.821,00 (1.813,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 40.180,00 (39.990,00) Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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