Devisen
Euro rutscht unter Marke von 1,30 Dollar

Schwache Exportdaten aus Japan und verhaltene Aussichten für die chinesische Wirtschaft drücken derzeit auf die Kauflaune an den Märkten. Die Händler warten nun gespannt auf die Einkaufsmanagerindizes für den Euroraum.
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FrankfurtDer Euro hat am Donnerstag Verluste im frühen Handel verzeichnet. Trübe Konjunkturaussichten in China und schwach ausgefallene japanische Exportdaten drückten die Risikofreude an den Märkten. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel am Morgen unter die Marke von 1,30 US-Dollar und stand zuletzt bei 1,2989 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs Mittwochmittag auf 1,3002 (Dienstag: 1,3054) Dollar festgesetzt.

Händler nannten vor allem Konjunktursorgen um die asiatischen Schwergewichte China und Japan als Stimmungsdämpfer für die Finanzmärkte. In China weisen die jüngsten Umfragewerte der Einkaufsmanagerindizes darauf hin, dass die Produktion im September den elften Monat in Folge sinken wird. In Japan fielen die Exporte im vergangenen Monat abermals schwach aus.

Im weiteren Handelsverlauf stehen vor allem die Einkaufsmanagerindizes für den Euroraum im Fokus. Zwar könnte sich bei den Daten eine Bodenbildung abzeichnen. Dennoch dürften sie signalisieren, dass sich die Wirtschaft in der Währungszone weiter auf Schrumpfkurs befindet.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Devisen: Euro rutscht unter Marke von 1,30 Dollar"

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  • The winner takes it all!

  • @ Machiavelli,
    das verstehe ich ja, aber was gehen mir die andere Euroländer an, Hauptsache es geht mir gut!

  • @ DeutscherMichel,
    Die Euro- und EU-Verträge, von der deutsch-französische Achse entworfen und durchgesetzt, führen zu eine Art Morgenthau-Plan für die Peripherieländer der Währungsunion.
    Die wirtschaftlich schwache Euro-Länder werden, weil ihre Wirtschaft gegen die stärkere Wirtschaften nicht geschützt ist, immer schwächer. Dies führt dazu dass vielen jungen und gut ausgebildete Menschen aus diesen Länder keine andere Alternative bleibt als Europa den Rücken zu kehren und ihr Glück auf andere Kontinente zu suchen.
    Diese Hämorrhagie ist nicht nur eine menschliche Tragödie aber auch wirtschaftlich nachteilig für Europa. Bedingt durch den permanenten deutschen Leistungsbilanzüberschuss, ist der Euro für die meisten andere Länder überbewertet und erschwert diesen Ländern Exporte und bremst Importe nicht ab. Folge: Wirtschaftlicher Niedergang. Der führt dann zu geringeren Staatseinnahmen, die wiederum zu einer höheren Verschuldung, die wiederum zu höheren Zinsen für das Land und seine Wirtschaft.
    Niemand soll sagen, dass diese Dinge nicht absehbar gewesen seien - dass ist Ökonomie-Grundstudiums-Wissen.
    Was Europa braucht sind Vertragsänderungen die zu einer Wirtschaftskonvergenz innerhalb der Währungsunion führen und zu einer horizontalen Arbeitsteilung, Vertragsänderungen die den natürlichen Standortsnachteile der Peripherieländer berücksichtigen und entgegen wirken.
    Es geht um Europa, nicht um Deutschland, es ist nur Teil davon!

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