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Devisen: Euro scheitert trotz enttäuschenden Arbeitsmarktdaten an Rekordmarke

Der Kurs des Euro ist am Freitag trotz enttäuschender US-Arbeitsmarktdaten an seiner alten Rekordmarke gescheitert. In der Spitze näherte sich die Gemeinschaftswährung mit 1,3 379 Dollar aber ihrem erst am Vortag erreichten Rekord von 1,3 383 Dollar bis auf einen Hauch.

dpa-afx FRANKFURT. Der Kurs des Euro ist am Freitag trotz enttäuschender US-Arbeitsmarktdaten an seiner alten Rekordmarke gescheitert. In der Spitze näherte sich die Gemeinschaftswährung mit 1,3 379 Dollar aber ihrem erst am Vortag erreichten Rekord von 1,3 383 Dollar bis auf einen Hauch. Zuletzt kostete der Euro 1,3 360 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,3 300 (1,3 314) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7 519 (0,7 511) Euro. In der laufenden Woche hatte der Euro an drei von fünf Handelstagen neue Höchstmarken erreicht.

"Für einen neuerlichen Sprung über die alte Rekordmarke reichte der Schwung nicht", sagte Devisenhändler Jan Koczwara von der Helaba. Das sei angesichts der enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten schon "etwas erstaunlich". Ein unerwartet geringer Stellenzuwachs in den USA im November verlieh dem Kurs des Euro am Mittag zwar wieder deutlichen Auftrieb. Doch unmittelbar vor der alten Rekordmarke stoppte die dynamische Aufwärtsbewegung. Dies ist für Experte Koczwara ein Zeichen, dass der Euro "am Scheideweg" steht. Derzeit sei nicht auszumachen, ob neue Höchstmarken oder eine vorübergehende Korrektur auf der Tagesordnung stehen.

Ein Ende der globalen Dollar-Schwäche ist für Koczwara gleichwohl weiter nicht in Sicht. Der Euro dürfte sich bis zum Jahresende auf hohem Niveau zwischen 1,33 und 1,34 Dollar einpendeln. Auch Devisenexperte Michael Rottmann von der HVB sieht noch keine Wende: "Der Trend eines schwachen Dollar scheint unumkehrbar."

In den Vereinigten Staaten war die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im November nur um 112 000 zum Vormonat geklettert. Volkswirte hatten hingegen mehr als 200 000 neue Stellen erwartet. Auch der Beschäftigungszuwachs der Vormonate wurde deutlich nach unten revidiert.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6 901 (0,6 891) britische Pfund , 137,05 (136,78) japanische Yen und 1,5 273 (1,5 268) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 448,65 (454,20) Dollar gefixt.

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